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| "Simplicius 45" von Heinz Küpper | |||||
| Roman, Neuausgabe. Rheinische Edition im Verlag Ralf Liebe | |||||
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→ Vorwort zur Neuausgabe von Achim Konejung. Hier online lesen. |
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| → Leseprobe herunterladen (PDF, 84 Kb) | |||||
Bodo
Primus liest Passagen anlässlich der Neuausgabe von Heinz Küppers
erfolgreichstem Roman.
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Karl Otto Conrady "Ich war Nazi und Andreas war es nicht." Dieser Satz auf der ersten Seite beschreibt brillant die Offenheit, mit der Küpper in den muffigen 60er Jahren an die jüngste deutsche Vergangenheit heranging. Kein Wunder, dass der Autor damals im Adenauer-Deutschland auf Konfrontation stieß und der Erfolg im Ausland weitaus größer war. In sieben Sprachen wurde "Simplicius 45" seinerzeit verlegt und der Figaro Litteraire übertitelte sein Interview mit dem jungen Autor: "Endlich ein Deutscher, der sich erinnert, Nazi gewesen zu sein!" Die Neuerscheinung des Romans im Rahmen der Werkausgabe gibt noch einmal
die Möglichkeit, einen Blick auf diesen wieder zu entdeckenden Autor
zu werfen. "Simplicius 45" erscheint zeitlich zum Gedenken an das Ende des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs vor 65 Jahren. Die von dem renommierten Sprechern Bodo Primus vorgetragenen Romanpassagen werden eingerahmt von authentischem Film- und Bildmaterial vom Kriegsende im Rheinland, darunter seltene Farb- und Privataufnahmen aus dem Archiv der Konejung Stiftung: Kultur. "Simplicius 45", Neuausgabe Herausgegeben von der Konejung Stiftung: Kultur in der Rheinischen Edition im Verlag Ralf Liebe, bearbeitet von Armin Erlinghagen. Unterstützt vom Freundeskreis Heinz Küpper, dem Geschichtsverein
Euskirchen, der NRW Stiftung und der Sparkasse Euskirchen. |
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| Projekte der Konejung Stiftung: Kultur 2010 | |||||
| Seit 2004 hat sich die Konejung Stiftung: Kultur erfolgreich in ungewöhnlichen und neuartigen Darstellungsformen mit der jüngeren Vergangenheit des Rheinlands und der Grenzregion befasst. Schwerpunkte waren die so genannte Schlacht im Hürtgenwald und die Bau-, Kriegs- und Nachkriegsgeschichte des Westwalls. Vor allem der Film "You Enter Germany" und das Projekt Multimedia-Historyguide haben bislang über 80.000 Zuschauer erreicht. Die ganztägigen "Zeitreisen" des Projekts "Fahrt in die Vergangenheit" mit Lesungen vor Ort wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren regelmäßig aufgeführt. An den Wanderungen und Führungen auf dem historisch-literarischen Wanderweg, den die Stiftung im Auftrag der Gemeinde Hürtgenwald eingerichtet hat, haben Hunderte Besucher teilgenommen. | |||||
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| Da
in der lokalen Aufarbeitung der historischen Ereignisse noch immer Defizite
auftreten, hat die Konejung Stiftung: Kultur entschieden, vorerst keine
weiteren Veranstaltungen mehr vor Ort durchzuführen, sondern stattdessen
in einer Kooperation mit dem Lehr und Forschungsgebiet Wirtschafts- und
Sozialgeschichte der RWTH Aachen, wissenschaftliche Projekte zum Thema zu
fördern.
(Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Rass, Lohmeier und Rohrkamp in der
aktuellen Ausgabe von "Geschichte in Köln": Wenn ein Ort
zum Schlachtfeld wird - Zur Geschichte des Hürtgenwaldes als Schauplatz
massenhaften Tötens und Sterbens seit 1944, Seite 299.) |
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| Bisher von der Konejung Stiftung: Kultur unterstützte und weiterlaufende Projekte: | |||||
| Magisterarbeit Jens Lohmeier | |||||
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Lohmeier, Jens: Totenruhe. Die Toten der Schlacht im Hürtgenwald,
Magisterarbeit, |
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| Die Studie von Jens Lohmeier ist der erste Versuch einer systematischen Analyse des Umgangs mit den deutschen Soldaten, die im Winter 1944/45 während der so genannten Schlacht im Hürtgenwald getötet wurden. Auf der Grundlage einer zusammenfassenden Darstellung der Kampfhandlungen in der Eifel während der Endphase des Zweiten Weltkrieges verfolgt die Arbeit drei Fragestellungen. Erstens die Untersuchung des Sozialprofils der getöteten deutschen Soldaten, zweitens - darauf aufbauend - eine Rekonstruktion der Intensität der Kämpfe anhand der Verteilung der "Gefallenen" über Raum und Zeit, sowie drittens eine Skizze der Totenbergung im Hürtgenwald unter Berücksichtigung der wichtigsten Akteure. Sie versteht sich damit ebenso als eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschung wie als Beitrag zu einer neuen Sozialgeschichte des Schlachtfeldes [eine Veröffentlichung wird angestrebt]. | |||||
| Tagung | |||||
| The Experience of War in a Border Region: Belgium, Luxemburg, the Netherlands and Germany 1914-1945. | |||||
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| Wie
wirkten sich Krieg und Kriegserfahrungen im Westeuropäischen Grenzland
aus? Welche ökonomischen, sozialen und kulturellen Folgen lassen sich
von Krieg und Kriegserfahrung im regionalen Kontext ableiten? Wie beeinflussten
beide Faktoren die Landschaft, die Gesellschaft(en) und die kollektiven
Geschichtsbilder im Grenzland? Fragen wie diese thematisierte am 12./13. März 2009 ein internationaler Workshop, zu dem sich an der RWTH Aachen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Deutschland versammelt haben. Link zum Programm: → http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de Link zum Tagungsbericht: → http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte |
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Magisterarbeit Eupen-Malmedy und Luxemburg als Rekrutierungsgebiet der deutschen
Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg (von Peter M. Quadflieg M.A.) |
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| Etwa 20.000 junge Männer aus dem Großherzogtum Luxemburg und den ostbelgischen Kantonen Eupen, Malmedy und St. Vith teilten im Zweiten Weltkrieg das gleiche Schicksal: Sie dienten in Hitlers Wehrmacht. Der Großteil dieser Soldaten trat nicht freiwillig in die Wehrmacht ein. Durch die unterschiedlich verlaufende Annexion der beiden Gebiete wurde großen Teilen der Bevölkerung die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen und gleichzeitig die Wehrpflicht eingeführt. Während die Reaktionen auf diese Entwicklung in Luxemburg feindselig waren und zeitweise den Charakter eines Volksaufstandes annahmen, kam es in den altpreußischen Gemeinden des ostbelgischen Gebiets zu keinen vergleichbaren Zusammenstößen zwischen Bürgern und Besetzungsmacht. Diese grundsätzlich unterschiedliche Einstellung zum Wehrdienst - in Ostbelgien eine ungeliebte aber letztendlich logische und damit akzeptierte Konsequenz der Rückgliederung an das Deutsche Reich, in Luxemburg dagegen ein als tiefe Ungerechtigkeit und Beschneidung der nationalen Souveränität empfundener Affront - setzte sich auch im kollektiven Verhalten der Rekruten fort. | |||||
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| Die 2008 beim Shaker Verlag Aachen erschienene Arbeit, deren Publizierung durch die Konejung Stiftung: Kultur finanziell unterstützt wurde, zeichnet den Weg dieser Männer in die deutsche Wehrmacht anhand von Sachakten der Wehrmacht und der Rekrutierungsverwaltung nach und gleicht die so gewonnenen Erkenntnisse mit 684 Personalunterlagen ehemaliger ostbelgischer und luxemburgischer Wehrmachtssoldaten ab. Damit wird erstmals ein bisher wenig berücksichtigter Quellenbestand empirischer Massendaten für die Analyse des Komplexes "volksdeutscher" Soldaten in der Wehrmacht genutzt. Die Arbeit stellt damit die bisher vor allem von Betroffenen und populärwissenschaftlichen Autoren betriebene Forschung auf ein neues Quellenfundament. Für diesen innovativen Ansatz wurde die Magisterarbeit auf der die vorliegende Schrift beruht mit dem Wilhelm-Deist-Preis für Militärgeschichte 2007 ausgezeichnet. | |||||
| Aktuelle von der Konejung Stiftung: Kultur geförderte Projekte: | |||||
| Forschungsprojekt: das Malmedymassaker 1944 | |||||
| Eine
Projekt der RWTH Aachen (Lehr- und Forschungsgebiet Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
mit Unterstützung der Konejung Stiftung: Kultur |
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| Projektbeschreibung: Am 17. Dezember 1944 wurden nahe der belgischen Ortschaft Baugnez im Zuge der Ardennenoffensive etwa 100 US-Soldaten von der "Kampfgruppe Peiper", die aus Soldaten der 1. SS-Panzerdivision bestand, gefangen genommen. Kurz darauf wurden über 80 der GIs erschossen. Die genauen Umstände dieses für die deutsche Kriegsführung im Westen ungewöhnlichen Kriegsverbrechens sind bis heute ungeklärt. Kam es in der nervösen Hektik des geplanten raschen Vorstoßes Richtung Westen zu dieser Tat oder war es eine kaltblütige Exekution durch fanatische Nationalsozialisten? Im Rahmen der Dachauer Prozesse wurden 73 Soldaten der Waffen-SS u. a. wegen der Ermordung von Kriegsgefangenen bei Baugnez verurteilt, 40 davon zum Tode, die übrigen zu langen Haftstrafen. Keines der Todesurteile wurde jedoch vollstreckt, nachdem intensive juristische Auseinandersetzungen über die umstrittenen Abläufe von Tat und Kriegsverbrecherprozess geführt worden waren. Mitte der 1950er Jahre kam der letzte Verurteilte auf Bewährung frei. |
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| Bis
heute bestimmen mehr Mythen als Fakten die Diskussion in Öffentlichkeit
und Forschung. Im Rahmen eines UROP-Projektes der RWTH Aachen arbeitet eine
Gruppe von Studierenden unter der Leitung von Peter Quadflieg M.A. und Dr.
des. René Rohrkamp das Thema neu auf. Die Konejung Stiftung: Kultur
unterstützt die Arbeit der Forschungsgruppe finanziell. Den Rahmen der Untersuchung bildet zum einen die Einbettung der Erschießungen bei Baugnez in den Kontext der Ardennenoffensive, zum anderen in die Geschichte der Waffen-SS im letzten Kriegsjahr. Vor diesem Hintergrund analysieren weitere Teilstudien das sog. Malmedymassaker im Hinblick auf das Kriegsvölkerrecht, sozialbiographisch und diskursanalytisch. So ordnet das Projekt die Ereignisse vom Dezember 1944 in den Themenkomplex Kriegsverbrechen ein und verortet es in der aktuellen Diskussion und Forschung. In einem zweiten Schritt wird das Ereignis durch die kritische Auswertung einer Vielzahl von Quellen rekonstruiert, wobei personenbezogene Quellenbestände aus deutschen und US-Archiven erstmals eine sozialbiographische Annäherung an Täter und Opfer ermöglichen. Die Untersuchung folgt hier den Leitfragen: Wie sieht das Sozialprofil beider Gruppen aus? Unter welchen Umständen kreuzten sich ihre Wege? |
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| Wie
die Ereignisse bei Baugnez mittelbar wirkten, zeigt die diachrone Analyse
der Berichterstattung in verschiedenen deutschen und US-Zeitungen rund um
das Ereignis und in der Nachkriegszeit. Leitfragen sind hier: Wie verlief
die öffentliche Diskussion über die Jahrzehnte? Beeinflussten
der Vorfall und seine juristischen Folgen das Kriegsrecht? Schuf das sog.
Malmedymassaker einen Präzedenzfall? Ziel und Zweck ist eine ganzheitliche Neubewertung der Vorgänge, die ein neues Licht auf die oft interessengeleitete Verklärung dieses Kriegsverbrechens wirft, die Aufarbeitung soll im Form eines Sammelbandes Anfang 2011 erscheinen. Weitere Projekte sind in Planung und werden in Kürze bekannt gegeben. |
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| Weitere für 2010 geplante Projekte der Konejung Stiftung: Kultur: | |||||
| Historisch-Literarische Wanderung zum Thema "Römer in der Voreifel" | |||||
| Zusammen mit Archäologen und den aktuellen Preisträgern des Horst-Konejung-Preises, Jürgen Becker und Martin Stankowski, führt Achim Konejung eine historisch-literarische Wanderung auf dem Drover-Berg-Tunnel-Wanderweg durch. | |||||
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| Ein genauer Zeitpunkt der Veranstaltung und weitere Details werden im Frühjahr 2010 bekannt gegeben. | |||||
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