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Verleihung
des Horst-Konejung-Preises 2007 an den Geschichtsverein Euskirchen |
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Der Preis
des Jahres 2007 geht an den →
Geschichtsverein Euskirchen mit seinem Vorsitzenden Dr. Weitz.
Besonders die Aufarbeitung der dunklen Kapitel der Geschichte Euskirchens,
die mit der Ausstellung und dem zweibändigen Werk "Nationalsozialismus
im Kreis Euskirchen" bearbeitet wurde, stand für die Entscheidung
der Jury im Vordergrund. Ebenso das grenzübergreifende Projekt
"Besatzungszeiten - Occupations: Die Ardennen 1914-1918, Das
Rheinland 1918 - 1930" (Ausstellung und zweisprachiges Buch),
das in Kooperation mit dem Geschichtsverein der Partnerstadt Charleville-Mezieres
(F) durchgeführt wurde.
Nicht nur mit diesen beiden Projekten hat der Geschichtsverein Euskirchen
bewiesen, dass auch bürgerliches Engagement im Bereich der Geschichtsforschung
wissenschaftliche Maßstäbe erfüllen kann. Ebenso liegt
die Arbeit und Aufgabenstellung des Geschichtsvereins Eus-kirchens
ganz im Sinne einer ebenso regionalen wie grenzübergreifenden
historischen Aufarbeitung der Konflikte des 20. Jahrhunderts, zu der
sich die Konejung Stiftung: Kultur satzungsgemäß verpflichtet
hat.
Die Preisverleihung fand am 23. Oktober 2007 im Stadtmuseum, Euskirchen
statt. Die Laudatio hielt die Vorjahrespreisträgerin →
Dr. Karola Fings.
Der mit 5.000 € dotierte Horst-Konejung-Preis wird jährlich
an Personen bzw. Institutionen verliehen, die sich im Rahmen der Stiftungsziele
verdient gemacht haben, insbesondere der Aufarbeitung der lokalen
Geschichte im europäischen Kontext und der kulturellen Belebung
der Grenzregion Rheinland, Eifel, Ardennen.
Bisherige Preisträger waren:
2005:
Dr. Horst Wallraff, Historiker, Autor des Buches "Der Nationalsozialismus
in den Kreisen Düren und Jülich".
→
Zur Beschreibung
2006:
Dr. Karola Fings, Historikerin, stellvertretende Leiterin des NS Dokumentationszentrums
der Stand Köln.
→
Zur Beschreibung |
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Dr. Weitz bei
der Dankesrede |
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Verleihung
des Horst-Konejung-Preises am 23. Oktober 2007
im Stadtmuseum, Euskirchen |
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Presseartikel zum Horst-Konejung-Preis 2007 |
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Laudatio auf den Geschichtsverein
des Kreises Euskirchen mit seinem Vorsitzenden Dr. Reinhold Weitz durch
Frau Dr. Karola Fings:
"Ich will eine Geschichte (...) schreiben, die darüber Gewissheit
schaffen soll, wie die Menschen im Kreis ihrer Familien lebten und welche
Künste sie gemeinsam pflegten (...). Mein Gegenstand ist die Geschichte
des menschlichen Geistes und nicht die ausführliche Aufzählung
unbedeutender Tatsachen; auch mit der Geschichte großer Herren will
ich nichts zu tun haben (...); aber ich will wissen, über welche
Stufen die Menschen vom Zustand der Barbarei zur Zivilisation übergingen."
Mit diesem Blick auf die Geschichte begründete Voltaire eine völlig
neue Sicht auf die Vergangenheit, wie er ja überhaupt als einer der
bedeutendsten Aufklärer des 18. Jahrhunderts das Denken revolutionierte
und damit selbst "Geschichte machte". Dass sich der Geschichtsverein
des Kreises Euskirchen in die Tradition Voltaires stellt, finde ich ebenso
bemerkens- wie lobenswert. Geschichte soll, so heißt es nämlich
mit Verweis auf den großen Franzosen auf der Internetseite des Vereins,
"nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten".
Damit wird ein Anspruch formuliert, der für einen regionalen Geschichtsverein
keineswegs selbstverständlich ist.
Geschichtsvereine sehen sich, zumal durch die universitäre Fachwissenschaft,
oft einem doppelten Verdacht ausgesetzt. Der eine lautet, dass auf der
Folie eines geographisch eng begrenzten Raumes eine rückwärtsgewandte
Heimattümelei betrieben würde. Der andere, dass es den in solchen
Vereinen engagierten Personen, oft so genannte "Barfuß"-
oder "Hobbyhistoriker", an dem notwendigen fachlichen Instrumentarium
mangele. Der Geschichtsverein des Kreises Euskirchen ist vor solchen Verdächtigungen
gefeit. Seine zahlreichen Aktivitäten und Publikationen sind dafür
der beste "Beweis", wenn es denn eines solchen Beweises bedürfte.
Nun ist es nicht einfach, das Wirken eines fast fünfzig Jahre aktiven
Vereins in einer Laudatio, noch dazu vor einem ohnehin sachkundigen Publikum,
angemessen zu würdigen. Ich möchte hier auch nicht einfach alles
das aneinanderreihen, was der Verein seit seiner Gründung geleistet
hat. Ich möchte vielmehr die Aspekte herausgreifen, die meinem Eindruck
nach den Erfolg - und damit auch die Auszeichnung dieses Vereines mit
dem Horst-Konejung-Preis - begründen.
Das ist ganz sicherlich zunächst einmal die hohe Kontinuität,
die der Verein in seiner Arbeit aufweist. Für diese Kontinuität
stehen nicht nur die langjährigen Vorsitzenden, der 1982 verstorbene
Karl Otermann und der seit 1983 in dieser Funktion tätige Dr. Reinhold
Weitz, sondern auch zahlreiche Mitglieder, die seit langen Jahren ihre
Kompetenzen einbringen und damit das Vereinsleben aktiv gestalten.
Diese Kontinuität, die den Verein zu einer bedeutenden Instanz der
regionalen Geschichtskultur hat werden lassen, beruht aber auch auf einer
starken Basis sowie einer soliden Verankerung in der Region. Mehr als
800 Mitglieder ermöglichen es, auch größere Projekte über
einen längeren Zeitraum zu verfolgen. Verankert ist der Verein in
der Region durch ebenfalls langjährige und vielfältige Kooperationen
mit lokalen und regionalen Behörden und Institutionen. Politik und
Verwaltung des Kreises ziehen den Geschichtsverein gleichermaßen
gerne als fachkundige Instanz heran, sei es bei der Beratung in Einzelfragen,
sei es als Mitorganisator von Ortsjubiläen, Ausstellungen oder Unterrichtsmaterialien.
Die Vielfalt seiner Aktivitäten und die Breite seines Themenspektrums
sind ein weiterer Baustein des Erfolgs. Mit regelmäßigen Vorträgen,
Tagesexkursionen und Bildungsreisen hat der Verein nachhaltig das Interesse
an Geschichte in der Region gefördert. Darüber hinaus erscheinen
seit 1987 die meist mehrbändigen und anspruchsvollen "Jahresschriften",
die jeweils einen besonderen Schwerpunkt haben. Das Angebot des Vereins
erstreckt sich über alle Epochen; in der Römerzeit ist man ebenso
zu Hause wie im Mittelalter oder in der Zeitgeschichte.
Nun ist der Einwand berechtigt, dass viele dieser genannten Aspekte auch
auf andere regionale Geschichtsvereine zutreffen. Und da würde ich
Ihnen sogar Recht geben - wenn es da nicht ein herausragendes Merkmal
geben würde, das diesen Geschichtsverein von anderen vergleichbaren,
ebenfalls lange bestehenden Vereinen unterscheiden würde. Dieses
Merkmal ist ganz unzweifelhaft seine Modernität. Er fühlt sich
nämlich einer kritischen Lokalgeschichte aus dem Blickwinkel der
Region und des Rheinlandes verpflichtet.
Die Liebe zur Heimat durch Geschichtsbewusstsein zu fördern, das
war die Antriebsfeder der "Heimat- und Geschichtsfreunde des Kreises
Euskirchen" unter dem Vorsitz von Karl Otermann. Dr. Reinhold Weitz
hat sich in diese heimatgeschichtliche Tradition gestellt, aber den Ansatz
nach und nach methodisch und damit auch inhaltlich modernisiert. Ein kritischer
und analytischer Zugang sowie Sozial-, Kultur- oder Mentalitätsgeschichte
fanden so Eingang in das Repertoire des Vereins. Dieser Verdienst soll
mit der Preisvergabe ebenfalls gewürdigt werden. Zwar geht der Horst-Konejung-Preis
in diesem Jahr erstmalig nicht an eine Einzelperson, sondern an einen
Verein, aber der Zusatz "mit seinem Vorsitzenden Dr. Reinhold Weitz"
soll anzeigen, dass der "primus inter pares" benannt werden
soll.
Reinhold Weitz, 1940 geboren, studierte nach dem Abitur Geschichte in
Münster, Poitiers und Bonn, es folgten Staatsexamen und Referendariat
im Höheren Schuldienst. Am Institut für geschichtliche Landeskunde
der Rheinlande in Bonn arbeitete er im Anschluss zwei Jahre lang als Assistent.
1970 promovierte er über den "niederrheinischen und westfälischen
Adel im ersten preußischen Verfassungskampf 1815-1823/24".
Sein Berufsleben verbrachte er als Gymnasiallehrer in Bonn, Zülpich
und Euskirchen.
Aus der traditionsreichen Bonner landesgeschichtlichen Schule brachte
Dr. Reinhold Weitz den grenzüberschreitenden Blick mit, ohne jedoch
an die germanisch-völkischen Hegemonialvorstellungen der Bonner Landeshistoriker
aus der NS-Zeit anzuknüpfen. Heraus kommt dabei eine enorme Kompetenz
beim Aufzeigen lokaler und regionaler Entwicklungen, die frei von simplen
lokalpatriotischen Reflexen ist. Die historischen Prozesse vor Ort werden
in regionale, nationale und internationale Bezüge gestellt und kritisch
analysiert.
Diesem Ansatz verpflichtet, erschienen in den letzten beiden Jahren Publikationen
des Vereins, die eine besondere Würdigung verdienen. In zwei voluminösen
Bänden haben drei Autorinnen und sechs Autoren den "Nationalsozialismus
im Kreis Euskirchen" untersucht, und sich dabei dem Alltäglichen
ebenso intensiv gewidmet wie dem Außergewöhnlichen. Die Arbeit
wird sicher lange Jahre ein wichtiges Referenzwerk bleiben und hoffentlich
zu weiteren Studien anregen.
Mit dem deutsch-französischen Gemeinschaftswerk "Besatzungszeiten
/ Occupations" wurde Neuland in der bi-nationalen Zusammenarbeit
zweier Geschichtsvereine betreten. Der großformatige, in diesem
Jahr begleitend zu einer Ausstellung erschienene Band, untersucht die
deutsche Besatzung in den Ardennen 1914-1918 und die französische
Besatzung des Rheinlandes 1918-1930. Damit wird auf vorbildliche Art eine
Zeitspanne auf die Alltagserfahrung der deutschen und französischen
Bevölkerung herunter gebrochen, ohne deren Kenntnis weder die Zeit
des Nationalsozialismus zu begreifen noch die Bedeutung des guten deutsch-französischen
Verhältnisses heute zu schätzen sind.
Beide Publikationen helfen uns, um an den Anfang zurück zu kehren,
im besten Voltaire'schen Sinne, etwas darüber zu erfahren, "...
über welche Stufen die Menschen vom Zustand der Barbarei zur Zivilisation
übergingen." Der Geschichtsverein des Kreises Euskirchen mit
seinem Vorsitzenden Dr. Reinhold Weitz ist daher vorbildhaft für
eine regionale Geschichtsarbeit, welche die Nähe mit der Ferne, die
Heimat mit der Fremde, zu verbinden vermag. Nicht zuletzt dafür erhält
er den Horst-Konejung-Preis.
Herzlichen Glückwunsch!
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Rede
Dr. Reinhold Weitz anlässlich der Verleihung des Horst-Konejung-Preises
2007:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Lassen Sie mich mit einer Einschränkung und einem langen Schachtelsatz
anfangen - beides kapitale Verstöße gegen die Rhetorik und
die Unmittelbarkeit eines von Herzen kommenden Dankes:
Wenn die Konejung Stiftung: Kultur, die nach ihrem Stiftungsvermögen
ins obere Drittel solcher deutschen Einrichtungen gehört, einen Geschichtsverein
auszeichnet, der geographisch auf dem Land tätig ist und darüber
hinaus in einem wenig beachteten Landstrich, dann erfüllt das den
Geehrten mit Freude und ehrt den Laudator wegen seines Mutes. Stellvertretend
für den Vorstand und damit für den Geschichtsverein des Kreises
Euskirchen, die Mitarbeiter und Mitautoren darf ich Ihnen
N.N
einen
tief empfundenen Dank sagen.
Die Nachricht, der diesjährige Träger des Horst-Konejung-Preises
zu sein, hat uns unerwartet getroffen. Sie nennen mehrere Gründe,
uns auszuzeichnen. Das macht uns ein wenig stolz und lässt uns auf
die Suche gehen nach den Gemeinsamkeiten zwischen den Stiftungszielen
und unserer Arbeit. Ich sehe uns beide als Verbündete für eine
gute Sache, besser passt der Plural - für gute Sachen. Wir unterscheiden
uns gewiss in der öffentlichen Wahrnehmung und der Art des Auftretens.
Nicht alle unsere kulturpolitischen Ziele und Einstellungen sind deckungsgleich,
aber wir haben entscheidende Schnittmengen gemeinsam: die Vergangenheit
ungeschönt aufzuhellen, über die Kirchturmsgrenzen hinauszublicken
sowie in einem zusammenwachsenden Europa die Landesgrenzen zu überschreiten
und in die Öffentlichkeit hineinzuwirken.
Sie haben unsere Arbeiten zum Nationalsozialismus lobend hervorgehoben.
Die Hitler-Diktatur und der Zweite Weltkrieg haben zerstörerische
Spuren gerade bei den Menschen und in der Landschaft der Nordeifel hinterlassen.
Wir als GV haben uns weniger mit den militärischen Geschehnissen
und der Täter- und Opfergeschichte befasst. Die Judenverfolgung bleibt
ganz fast ausgeklammert, nicht weil wir sie marginalisieren oder vergessen
machen wollen. Zu diesen Themen gibt es schon viele Beiträge - und
einige gute, gründlich recherchierte! Unser moralischer Impetus verbindet
sich mehr mit der Ursachenfrage. Wer nachvollziehen will, wie und warum
die Zeitgenossen in einer ländlich und kirchlich geprägten Region
so handelten, muss neben der Dramatik der Ereignisse und den menschlichen
Tragödien den Blick auf die Verhältnisse richten, die den Alltag
bestimmten - das Milieu, in dem die Menschen lebten, und den Zeitgeist,
der durch epochale Geschehnisse geprägt wurde. Publikation und Ausstellung
wollten und wollen einen Beitrag leisten zum Verständnis, was allerdings
nicht mit einer alles entschuldigenden Haltung oder dem Verdrängen
verwechselt werden darf. Die beiden Bände sind nicht von der Absicht
geleitet, moralische Urteile über handelnde Personen der damaligen
Zeit abzugeben oder gezielt das Verhalten einzelner bloßzustellen.
Bewertungen bleiben dem Leser überlassen, aber vielleicht bewirkt
gerade der distanzierende und mehrperspektivische Blick, der Erschrecken
und Schamgefühl freisetzt, dafür die Voraussetzung. Je mehr
man den Vorgängen nachspürt, umso mehr verflüchtigen sich
die Schwarz-Weiß-Bilder von Gut und Böse und - um bei der Metapher
des Farbenspektrums zu bleiben, es überwiegen die Grautöne.
In unterschiedlichen Rollen hat der damalige Zeitgenosse unterschiedliche
Verhaltensweisen an den Tag gelegt. Das Doppelgesichtige überwiegt.
Es gab nur ganz wenige Menschen, die nicht auf irgendeine Weise in das
Unrechtssystem verstrickt waren.
Unsere Beschäftigung mit der NS-Epoche will der politischen Erziehung
im aufklärenden Sinn zuarbeiten - in Kurzem wird es z. B. eine Aktion
mit den Schulen geben, die unsere Publikation und eine CD-Fassung für
Unterrichtszwecke erhalten. Ich denke, wir sind uns einig: Geschichtsarbeit
darf nicht affirmativ und populistisch sein oder Klischees bedienen, wenn
sie wirklich zur Gegenwartsbewältigung beitragen soll und in die
Zukunft wirken will.
Das grenzüberschreitende Projekt unserer Zusammenarbeit mit den Geschichtsfreunden
von Terres Ardennaises ist für die Konejung Stiftung ein weiterer
Grund gewesen, uns auszuzeichnen. Hier ist es vor allem der Tatkraft des
Vorsitzenden Jacques Lambert zu verdanken, den ich besonders herzlich
begrüßen möchte, dass wir eine gemeinsame zeitnahe Ausstellung
und eine aufwendige, zweisprachige Veröffentlichung zu den Besatzungszeiten
in den Ardennen 1914-1918 und in der Eifel 1918-1930 zustande gebracht
haben, von der man in deutschen historischen Fachkreisen lobend Kenntnis
nimmt. Es war und ist gerade dem Geschichtsverein ein besonderes Anliegen,
den Rhein-Maas-Raum in den Blick zu rücken. Er war in früherer
Zeit ein gemeinsamer Kultur- und Wirtschaftsraum und eine Zeitlang auch
politisch eine Einheit. Erst die Neuzeit mit ihren Nationalismen hat Grenzen
gezogen und ihm in Kriegen als Durch- und Aufmarschzone sowie mit Entscheidungsschlachten
zu einer traurigen Berühmtheit verholfen. Unserem Anliegen, alte
Verbindungen und Gemeinsamkeiten wieder bewusst zu machen, kommen wir
seit Jahren auch mit unseren Studienfahrten nach - vor allem nach Frankreich.
Nicht zum wenigsten war es der GV, der die Konzeption zur Ausstellung
und den Katalog im Chlodwig-Jahr 496-1996 erbracht hat. Aus unserer Sicht
ist die rheinische Landesgeschichte, zu der wir also unseren Teil beisteuern,
besonders geeignet, die deutsch-französischen Beziehungen zu beleben
und damit den europäischen Gedanken konkret werden zu lassen. Wir
hoffen folglich, dem vorrangigen Satzungszweck der Stiftung (ich zitiere)
"Projekte im Rahmen der europäischen Einigung" zu fördern,
gerecht zu werden und zur (ich zitiere) "kulturellen Belebung der
Grenzregion Rheinland, Eifel, Ardennen" beizutragen.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Meine Äußerungen bezwecken
nicht die Selbstvergewisserung über die Richtigkeit der Preisverleihung.
Sie haben die Entscheidung getroffen, und mir steht es nicht zu, im Nachhinein
die Argumente zu liefern. Meinen Dank an Sie möchte ich aber mit
einem persönlichen Bekenntnis zur historischen Kulturarbeit vor Ort
beschließen. Ich überspitze (im Folgenden) bewusst. Wer wie
unserer Geschichtsverein und ich seit fast 25 Jahren ohne die Einbindung
in eine große Institution tätig ist, fühlt sich oft wie
ein David - allerdings erfolglos, gegen einen übermächtigen
Goliath. Die großstädtischen Kulturzentren nehmen einen nicht
wahr. Das lokale Kirchturmsdenken ist sich selbst genug und ist wenig
an Zusammenarbeit interessiert. Die Großverbände sind in ihren
eigenen Hierarchien und Strukturen befangen und brauchen anscheinend die
örtlichen Kräfte nicht. Zu alledem verliert die Landesgeschichte,
wenn sie nicht zur römerzeitlichen Provinzialarchäologie mit
ihrer Lobby gehört, zunehmend an Einfluss. Da tut es gut, die Erfahrung
mit einer Konejung Stiftung zu machen. Sie hilft und fördert da,
wo die kulturelle Landkarte zwischen Köln, Aachen und Bonn einen
scheinbar weißen Fleck hat, und sie bewegt mit ihrem Sponsoring
etwas, was vielleicht auch außerorts und in der Rheinschiene wahrgenommen
wird. In einem Wahlkampf der 1970er Jahre wurde einmal der Slogan ausgegeben:
"Small is beautiful". Ich möchte ihn für die Kulturarbeit
in der vermeintlichen Provinz abwandeln und behaupten: Es lohnt die Mühe
und führt zu Großem, wenn Kleine sich zusammentun. Bleiben
Sie, sehr geehrte Damen und Herren von der Konejung Stiftung, weiterhin
die Förderer hierzulande, dann haben auch Geschichte und Kultur auf
dem Lande eine Chance! Sie werden in uns einen Partner haben.
Ich danke Ihnen!
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Adresse de Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V.:
Geschäftsstelle: Kreisverwaltung-Archiv - 53879 Euskirchen - Jülicher
Ring 32
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www.geschichtsverein-euskirchen.de
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Der
Dokumentarfilm |
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YOU
ENTER GERMANY |
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Hürtgenwald-
der lange Krieg am Westwall |
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Seit
November 2005 dreht ein Team mit dem Dokumentarfilmer Aribert Weis sowie
Jürgen Teves, Achim Konejung und weiteren Mitarbeitern in der Eifel
Dokumentaraufnahmen für einen Film über die Schlacht im Hürtgenwald
und seine Folgen. Der Film soll - neben einer Fernsehausstrahlung - vor
allem Schulen als Unterrichtsstoff zur Verfügung gestellt werden.
Thematisch behandelt die Dokumentation den Zeitraum 1936 bis 1947, also
vom Beginn des Baus des Westwalls über den Aufmarsch 1940 (Westfeldzug);
über die Kämpfe im Herbst 1944 bis zum großen Brand 1947
und dem Wiederaufbau.
Unterstützt werden die Dreharbeiten von der Konejung Stiftung: Kultur,
die 2004 zusammen mit dem Geschichtsverein Hürtgenwald, der Gemeinde
Hürtgenwald und dem Kreis Düren die Gedenkfeierlichkeiten zum
60. Jahrestag veranstaltete und mit Ihrer "Fahrt in die Vergangenheit"
weiterhin einen Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung liefert.

Zeitzeuge Tony Vaccaro
Mittlerweile konnten in Deutschland und den USA einige der heute meist
über 80 jährigen Zeitzeugen wie der berühmte Fotograf Tony
Vaccaro ("Entering Germany") interviewt werden. Außerdem
gelang es, in den National Archives in Washington bisher unbekanntes Filmmaterial
über die Kämpfe am Westwall und im Hürtgenwald zu recherchieren.
→
Mehr Information zum Film
→
More information
Konejung Stiftung: Kultur
Amandusstr. 8
52391 Vettweiß
Tel: (02424) 202 346, Fax: (02424) 202 347,
Email: info@konejung-stiftung.de
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| "You Enter Germany" ist
erschienen in der →
Rheinischen Edition und |
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| erhältlich bei Verlag Ralf
Liebe: |
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erhältlich bei Amazon: |
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Die
Konejung Stiftung: Kultur unterstützt die Fachtagung: |
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ZUKUNFTSPROJEKT
WESTWALL |
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Wege
zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Überresten der NS -
Anlage |
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Vom 3. - 4. Mai 2007 im Universitätsclub,
Bonn.
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| Gesprengter Westwallbunker
im Hürtgenwald |
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Bauten
des Nationalsozialismus haben in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder
Anlass für Kontroversen
um deren Erhalt, denkmalästhetische Inszenierung und Musealisierung
geboten. Weitgehend unberührt von
diesen Kontroversen ist jedoch eines der mächtigsten Bauwerke der Nationalsozialisten
geblieben: der Westwall.
Er erstreckt sich über 630 Km von Basel bis nach Kleve entlang der
deutschen Grenze.
In den vergangenen Jahren wurden einige der noch halbwegs intakten Bunkeranlagen
Privatpersonen oder
Vereinen zur eigenen Nutzung überlassen, von diesen zu musealen Anlagen
ausgebaut und für den Publikums-
verkehr geöffnet. Das Bild, das in diesen Museen von der Geschichte
des Westwalls gezeichnet wird, ist fast
durchgängig einseitig und von einem meist affirmativen Blick auf
die Anlagen und ihre Militärtechnik bestimmt.
Durch den Verzicht auf eine angemessene zeitgeschichtliche Kontextualisierung
gerinnt der Westwall so zu
einem bewunderten Zeugnis deutscher Bau- und Ingenieurskunst.
Und es gibt zahlreiche weitere Planungen, Westwallrelikte zu erschließen
und touristisch aufzuwerten. Um zu
vermeiden, dass diese Projekte die fragwürdige Erinnerungspolitik
der bisherigen Museen fortsetzen, braucht
es konsensfähige Konzepte, die den erreichten zeitgeschichtlichen
und museumsdidaktischen Standards entsprechen.
Die Fachtagung "Zukunftsprojekt Westwall" wendet sich vor diesem
Hintergrund vor allem an Vertreter von
Gemeinden, Städten und Kreisen, sowie an Einrichtungen der politischen
Bildung, an Denkmalschützer, Geografen
und Zeithistoriker. Sie zielt darauf ab,
- die zeitgeschichtliche, politische und historisch-geografische Bedeutung
des Westwalls auszuloten;
- Wege zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Überresten
der NS-Anlage zu erarbeiten und
zur Bündelung der vorhandenen Kompetenzen beizutragen
Ansprechpartner: Frank Möller (GIP), Tel.: 0221/31 76 68 oder gip.moeller@netcologne.de
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Den ausführlichen Flyer zur Veranstaltung können
sie →
hier als PDF- Dokument downloaden.
Die Druckfassung des Flyers zur Veranstaltung können sie →
hier als PDF- Dokument downloaden.
Der Tagungsbericht von Franziska Bedorf und Daniel Holder ist →
hier zu finden.
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| "Zukunftsprojekt Westwall"
ist erschienen in der →
Rheinischen Edition und |
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| erhältlich bei Verlag Ralf
Liebe: |
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erhältlich bei Amazon: |
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FAHRT
IN DIE VERGANGENHEIT |
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Hürtgenwald
und der lange Krieg im Westen 1944-1945
Herbsttermine 2007:
Donnerstag 1. November
Samstag. 3. November und
Sonntag, 4. November 2007
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Noch
einmal gibt es die Gelegenheit an der historischen Zeitreise durch den Hürtgenwald
teilzunehmen. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es am 1., 3. und
4. November 2007 weitere Zusatztermine. Die Reservierung erfolgt über
Konejung Stiftung : Kultur
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Von September 1944 bis März '45 tobte in der Nordeifel die
längste Schlacht, die je auf deutschem Boden stattfand. Zehntausende
deutscher und amerikanischer Soldaten wurden getötet oder verwundet,
die Dörfer vollends zerstört. Seit 2004 erinnert die Konejung
Stiftung: Kultur mit einer literarischen und historischen Zeitreise
an diese vergessene Schlacht, die beispielhaft die Sinnlosigkeit
des Krieges demonstriert.
Begleitet vom Künstler Achim Konejung beginnt die Busfahrt
als rollendes Hörspiel durch die dunklen Wälder des Hürtgenwaldes,
wobei die strategischen Ereignisse ebenso im Mittelpunkt stehen
wie der Bau des Westwalls, die Lebensumstände der einfachen
Soldaten und die Situation der Zwangsarbeiter. Zu hören sind
Tondokumente wie die Reden von Churchill oder Thomas Mann sowie
Propagandasongs und Schlager der 40er Jahre.
Höhepunkt ist die Wanderung durch das Kalltal mit Lesungen
der Schauspieler Joachim Pukaß (Berlin) und Mario Buletta
(Hamburg), die Texte von Ernest Hemingway, Kurt Vonnegut, Heinrich
Böll und anderen vortragen. Nach einer Mittagspause endet die
Reise mit dem Besuch des Hürtgenwald-Museums.
Donnerstag, 1. November, Samstag, 3. November und
Sonntag, 4. November 2007.
Abfahrt 10:00 ab HBF Düren, ZOB/ HBF. Rückkehr dort
gegen 18:00.
Teilnahmegebühr: 22,- Euro
Reservierung: (erforderlich):
Über Konejung Stiftung: Kultur
Bitte per FAX (02424) 202 347
Oder
Email: info@konejung-stiftung.de
Im Bedarfsfall auch telefonisch:
(02424) 202 346 (Bitte auf Anrufbeantworter sprechen unter Angabe
Ihrer Telefonnummer)
Änderungen vorbehalten.
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| Im Hürtgenwald |
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Team der Fahrt
in die Vergangenheit.
V. l. n. r: Lauterborn, Konejung, Pukaß, Buletta. |
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Die
Konejung Stiftung: Kultur unterstützt das Dokumentarfilmprojekt: |
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Erinnerung
an Wollseifen |
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Wollseifen war ein einsam inmitten hügeliger Eifellandschaft gelegenes
Dorf. Bis ins 19. Jahrhundert lebten die Menschen bescheiden von der Landwirtschaft.
Nach dem Bau der Urfttalsperre Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Touristen
in die abgeschiedene Region und brachten dem Ort wirtschaftlichen Aufschwung.
1934, ein Jahr nach der Machtübernahme Hitlers, begannen in Sichtweite
des Ortes die Bauarbeiten für die "NS-Ordensburg Vogelsang",
in der die Elite des Regimes ausgebildet werden sollte.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in Wollseifen seine Spuren.
Bei den Bombenangriffen im Winter 1944/45 kamen viele Dorfbewohner ums
Leben, zahlreiche Häuser wurden zerstört. Doch die Wollseifener
nahmen ihr Schicksal schnell wieder in die Hand. Ein Jahr nach Kriegsende
waren die gröbsten Schäden beseitigt, die Felder wieder bestellt.
Die Menschen sahen optimistisch in die Zukunft. Doch am 13. August 1946
machte ein Evakuierungsbefehl alle Hoffnungen zunichte. Auf Befehl der
britischen Besatzer mussten die 550 Einwohner den Ort bis zum 1. September
räumen. Die Briten planten die Einrichtung eines Truppenübungsplatzes,
in dessen Einzugsbereich Wollseifen lag. Ein ganzes Dorf ging auf Wohnungssuche.
60 Jahre lang durften die ehemaligen Wollseifener nur mit Sondergenehmigung
ihre Heimat besuchen. Trotzdem ist es ihnen gelungen, die Erinnerung an
ihr Dorf wach zu halten.
Zum Jahreswechsel 2005/06 ging das Gelände des Truppenübungsplatzes
Vogelsang mit den Überresten Wollseifens in den Nationalpark Eifel
über. Allein das Wegekapellchen, die Trafostation, die Reste der
ehemaligen Schule und die Ruine der Sankt Rochus Kirche erinnern noch
an das Leben im Dorf, das in Zukunft ein Ort der Stille und des Nachdenkens
werden soll.
Regie: Dietrich Schubert
Kamera: Dietrich Schubert
Mitwirkende: Margarete Engels, Rudi Breuer, Fritz Sistig, Odilia Engelskirchen,
Karl Heup, Ida Mäuser, Martha Schmitz
Fachberatung: Klaus Ring (Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang)
Postproduktion: Olaf Klein
Länge: 90 Minuten
Format: 16:9
Bestellen bei: →
www.schubertfilm.de
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Die
Konejung Stiftung: Kultur unterstützt das Projekt: |
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Römertunnel
in Drove |
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Zwischen
Kreuzau-Drove und Vettweiß-Soller liegt der Drover Berg, der bis vor
kurzem als militärischer Übungsplatz genutzt wurde. Im Untergrund
dieses Bergrückens liegt eines der bedeutendsten technischen Denkmäler
unseres Landes versteckt: der Drover-Berg-Tunnel, der einzige antike Tunnelbau
Nordrhein-Westfalens und mit 1.660 m Länge der zugleich längste
nördlich der Alpen. Von seiner Existenz zeugt eine Reihe von Erdtrichtern,
die sich in einer gewundenen Linie über den Berg zwischen Drove und
Soller zieht.
Diese Erdtrichter sind deutliche Hinweise auf die antike Bauweise dieses
einst der Wasserversorgung einer römischen Villa rustica dienenden
Tunnels: man hat ihn nicht nur von zwei Mundlöchern an seinen beiden
Enden aus gebaut, sondern zusätzlich rund hundert Bauschächte
angelegt. Diese sogenannte Qanat-Bauweise hat eine 3000jährige Tradition,
die im alten Iran begründet wurde und die danach auch von den Römern
häufig angewendet worden ist.
In Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Grewe und Frau Tutlies vom Landschaftsverband
Rheinland will der Geschichtsverein Drove einen Teil des Tunnels aufschließen
und somit der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Die Konejung Stiftung : Kultur hat sich bereit erklärt, die hierfür
notwendige Information und Dokumentation durch Schautafeln im Bereich des
Aufschlusses und entlang des Tunnels zu ermöglichen.
Weitere Informationen dazu: →
www.klaus-grewe.de/vortraege.htm |
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Zu
diesem Projekt findet mit Herrn Dr. Grewe eine
Powerpoint-Präsentation
Am Mittwoch, 17. Januar 2007 um 18:00 Uhr in Kreuzau-Drove im
Saal Joeken (geg. Kirche)
statt.
Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema werden in diesem Jahr folgen.
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| "Heiliger
Pütz" am Rand der Drover Heide. Aus diesem Quelltopf wurde
das Wasser für die römische Tunnelleitung entnommen |
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↑
Zum Seitenanfang |
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Verleihung
des Horst-Konejung-Preises am Sonntag, den 14. Mai 2006
im "Haus des Gastes" in Simonskall |
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Der mit 5.000 € dotierte Horst-Konejung-Preis wird jährlich
an Personen bzw. Institutionen verliehen, die sich im Rahmen der
Stiftungsziele verdient gemacht haben, insbesondere der Aufarbeitung
der lokalen Geschichte im europäischen Kontext:
Daher ist es uns eine besondere Ehre,
Frau Dr. Karola Fings als unsere diesjährige Preisträgerin
vorzustellen.
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Achim Konejung,
Dr. Karola Fings, Dr. Martin Stankowski |
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Als
Historikerin hat sich Dr. Karola Fings, seit 2003 stellvertretende Direktorin
im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, vor allem den "vergessenen
Verfolgten", etwa Sinti und Roma oder Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern,
zugewandt. In ihrer 2005 erschienenen Dissertation "Krieg, Gesellschaft
und KZ: Himmlers SS-Baubrigaden" widmet sie sich mit der Untersuchung
des Verhältnisses der Umgebungsgesellschaft zu den Konzentrationslagern
einem besonders lange tabuisierten Thema. Darin gelingt es ihr, die Grauzonen
der Täter- und Mittäterschaft in der deutschen Kriegsgesellschaft
nachzuzeichnen, und damit das überlieferte Selbstbild einer Gesellschaft,
die bei den Verbrechen der Nationalsozialisten immer nur daneben gestanden
habe, zu demontieren.
In ihren lokal- und regionalhistorisch ausgerichteten Arbeiten verbindet
Karola Fings wissenschaftliche Forschung mit Bildungsarbeit für unterschiedliche
Zielgruppen und konkreter Unterstützung für Überlebende.
Geschichte wird als Bestandteil einer aktiven und kritischen Erinnerungskultur
betrieben, die das Individuum nicht aus der Verantwortung entlässt.
Die Laudatio wird vom bekannten Kölner Journalisten und Historiker
Dr. Martin Stankowski gehalten.
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Presseartikel
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Rede
anlässlich der Verleihung des "Horst-Konejung-Preises" der
Konejung Stiftung: Kultur
am 14. Mai 2006 in Simonskall
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Sehr
geehrte Helga Konejung,
sehr geehrter Beirat der Konejung Stiftung: Kultur,
lieber Achim Konejung, liebe Bettina Lauterborn,
liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
"Warum?" und "Warum ich?" - das war meine Reaktion,
als mir Achim Konejung mitteilte, ich sei als diesjährige Preisträgerin
der Stiftung ausgewählt worden. Statt ausgelassener Freude begegneten
ihm Fragen und, ja, ich muss es zugeben, wohl auch skeptische Stille.
Es dauerte einige Wochen, bis ich die Rolle der Preisträgerin akzeptieren
konnte, Wochen, in denen der Vorstand der Stiftung - also Bettina Lauterborn
und Achim Konejung - ihrer unbequemen Kandidatin mit ihren unbequemen
Fragen auf angenehme Weise zur Seite standen.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Es ist nicht so, dass ich
der Meinung gewesen wäre, ich hätte an dem Berg der so genannten
"Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit" nicht
schon so viel abgetragen, dass es Dritten als bemerkenswert auffallen
könnte. Auch die Arbeit der Konejung Stiftung, mit der ich viele
inhaltliche Berührungspunkte habe, schätze ich sehr.
Doch ich hatte viele Fragen, die zu stellen mir zunächst ungehörig
erschien.
Denn: Erwartet man von einer Preisträgerin nicht als allererstes,
dass sie dankbar ist? Darf daher eine Preisträgerin, nachdem sie
geprüft und für würdig befunden wurde, diesen Prüfvorgang
überhaupt umkehren?
Ich kam zu dem Schluss, dass sie das nicht nur darf, sondern dazu verpflichtet
ist, zumal, wenn sie wie ich seit gut zwanzig Jahren als Historikerin
mit der Zeit des Nationalsozialismus - mit seinem gewöhnlichen Alltag
ebenso wie mit seinen Verbrechen - befasst ist. Die ganze Angelegenheit
wurde noch dadurch erschwert, dass der Horst-Konejung-Preis ja nicht nur
eine persönliche Würdigung
bedeutet, sondern auch mit 5.000 Euro dotiert ist, es sich also um einen
Preis handelt, den dankend anzunehmen wesentlich verlockender ist als
ihn wohl begründet abzulehnen.
In meinem persönlichen Prüfverfahren waren viele Hürden
zu nehmen. Da war zunächst einmal zu klären, ob denn überhaupt
ich als Individuum ausgezeichnet werden solle oder ob nicht die Institution,
in der ich arbeite, nämlich das NS-Dokumentationszentrum der Stadt
Köln, gemeint sei? Nachdem diese Frage zu meinen Gunsten ausgefallen
war, türmten sich neue Probleme auf.
Kann ich guten Gewissens diese Anerkennung für eine Arbeit annehmen,
die nicht zuletzt auch meine wissenschaftliche und berufliche Karriere
begründet hat, während viele Opfer des Nationalsozialismus nach
1945 sowohl moralisch als auch finanziell leer ausgingen? Ja, ich kann
- denn es wäre eine geradezu unwissenschaftliche Verkehrung der Verhältnisse,
wenn ich die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung für die Opfer
mit meiner persönlichen Biographie verbinden würde, statt sie
in den politischen Verantwortungsbereich der Nachkriegs-Tätergesellschaft
zu verweisen.
Eine weitere Frage hat mich im Vorfeld dieser Preisverleihung beschäftigt.
Aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass in Deutschland das Kratzen
an der Oberfläche, ist es nur gründlich genug, in den meisten
Fällen einen Abgrund bloß legt. Waren nicht "Arisierung",
Zwangsarbeit und Rüstungsgeschäfte die Grundlagen für das
"Wirtschaftswunder"? Wie sollte ich nun dem Vorstand die Frage
stellen, woher das Stiftungskapital stammt, ohne dass dieser das als Anmaßung
empfand? Doch bevor ich diese Frage überhaupt stellen konnte, musste
ich mir Gewissheit darüber verschaffen, über welche Handlungsoptionen
ich selbst verfügte. Erst als ich wusste, dass ich ein solchermaßen
"kontaminiertes" Preisgeld nicht annehmen würde - ich hätte
(man beachte den Konjunktiv!) den Preis angenommen, das Preisgeld aber
an die Stiftung gespendet, um diese oder jene spezielle Frage wissenschaftlich
bearbeiten zu lassen -, erst in diesem Moment fühlte ich mich frei
genug, eine Preisträgerin zu sein.
Es waren weder mangelndes Selbstvertrauen in die Qualität meiner
Arbeit noch ein vermeintlich typisch weiblicher Selbstzweifel, die mich
viele Fragen haben stellen lassen, sondern ein gewisser moralischer Rigorismus,
den einen die deutsche Geschichte lehrt. Warum erzähle ich Ihnen
und Euch das überhaupt? Vielleicht, um deutlich zu machen, dass der
Preis, den wir heute für eine entschiedene Haltung zahlen müssen,
ungleich geringer ist als der, der in der Zeit, über die ich arbeite,
zu zahlen war.
Die radikale Herausforderung der Jahre 1933 bis 1945 an jeden Einzelnen
hat Sebastian Haffner in seinen Erinnerungen plastisch beschrieben: "Aber
es ist ein wichtiger Unterschied zwischen allem, was vor 1933 geschah,
und dem, was dann kam: Alles frühere zog an uns vorbei und über
uns hin, es beschäftigte und es regte uns auf, und den einen oder
andern tötete es oder ließ ihn verarmen; aber keinen stellte
es vor letzte Gewissensentscheidungen. Ein innerster Lebensbezirk blieb
unberührt. Man machte Erfahrungen, man bildete Überzeugungen:
Aber man blieb, was man war. Keiner, der, willig oder widerstrebend, in
die Maschine des Dritten Reichs geraten ist, kann das ehrlich von sich
sagen."
Die Dauermobilisierung der deutschen Gesellschaft und die Monstrosität
der Verbrechen, die aus ihr heraus begangen wurden, sind von so nachhaltiger
Wirkung für unsere heutige Gesellschaft, dass man meinen könnte,
jene zwölf Jahre hätten tatsächlich den von der NS-Führung
anvisierten tausend Jahren entsprochen. Insofern finde ich es besonders
erfreulich, dass die Förderung der Geschichtsforschung in der Region
generell und die über die Kriege des 20. Jahrhunderts im besonderen
zu den Zielen der "Konejung Stiftung: Kultur" gehört. Die
Realisierung dieser Stiftungsziele hat sie in der kurzen Zeit ihres Bestehens
in bemerkenswerter Breite in Angriff genommen, und zwar nicht nur durch
die Vergabe auch des zweiten Horst-Konejung-Preises an eine Historikerin,
die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus befasst. Mit ihrer "Fahrt
in die Vergangenheit", einer Plakataktion im Jahr 2004, Veranstaltungen
zum 60. Jahrestag des Kriegsendes und einem Denkmal im Kalltal setzt sie
in der Region Akzente.
Solche Akzente sind dringend erforderlich. Lokal- und Regionalgeschichte
wird auch in der Nordeifel allzu oft als ein Jahrmarkt der Beliebigkeiten
betrieben, auf dem jeder Stimme, so sie denn nur aus der Vergangenheit
stammt, gleich viel Wahrheitsgehalt zugesprochen wird. Historische Aufarbeitung
bedeutet aber, die Aussagen der Stimmen zu überprüfen und zu
gewichten, sie einzuordnen in ihren
historischen Kontext und in ihrer Bedeutung zu bewerten. Dies bedeutet
auch, eben nicht den Stimmen, die am lautesten gebrüllt und sich
am eindringlichsten in die Erinnerungen eingeschrieben haben, zu trauen.
Vielmehr müssen gerade diejenigen hörbar gemacht werden, denen
die Stimme - oft genug für immer - geraubt wurde, als sie im nationalen
Kanon als Dissonanzen auftraten.
Diese Aufgabe ist umso wichtiger, als sich gerade hier in der Nordeifel
entlang der Überreste des "Westwalls" eine Erinnerungskultur
zu etablieren droht, die die militärischen Anlagen des nationalsozialistischen
Regimes - die eben nicht als Verteidigungslinie, sondern in Vorbereitung
eines Angriffskrieges gebaut wurden - gänzlich aus ihrem verbrecherischen
Kontext herauslöst. Einen solchen
Ansatz findet man zum Beispiel in vielen einschlägigen Titeln des
Helios-Verlages, die in der Region überall als Standardwerke angeboten
werden und die sogar hier unten käuflich zu erwerben sind. Erforderlich
wäre es dagegen, sich an die moderne Militärgeschichte anzuschließen,
die sich inzwischen stärker den gesellschaftlichen Voraussetzungen
und Folgen des Zweiten Weltkrieges zuwendet. Damit wäre auch eine
deutliche Abgrenzung zum rechtsextremen Spektrum gewährleistet, das
über Waffenfetischismus und soldatische Heldensagen seine Faszination
für das so genannte "Dritte Reich" und dessen Ziele transportiert.
Doch auch das nahe gelegene, im Volksmund schon fast ironisch "Friedensmuseum"
genannte Museum in Vossenack genügt in seiner derzeitigen Gestaltung
nicht museumsdidaktischen Anforderungen und taugt daher nicht zur Aufklärung.
Eine opulente Waffen- und Kleiderkammer der kriegführenden Armeen
mit detailgetreuen und in sicherlich langwieriger Arbeit gestalteten Schlachtfeldszenen
kann weder erklären, warum wer den Krieg geführt hat, noch kann
sie etwas über das Elend des Krieges und dessen Opfer erzählen.
Eine kritische Aufarbeitung der Vergangenheit schulden wir nicht nur
den Opfern des nationalsozialistischen Regimes, die wegen ihrer Herkunft,
ihres Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung ermordet wurden,
sondern - mit Blick auf den Hürtgenwald - auch den vielen Menschen,
die in den letzten Monaten des Krieges hier ihr Leben ließen. Es
ist notwendig, heute jungen Menschen zu vermitteln, dass dem Tod im Schützengraben
nationaler Revanchismus, Obrigkeitshörigkeit und moralische Indifferenz
vorausgingen. Das ist meines Erachtens ein lohnendes Ziel; ein Ziel, das
jedoch wohl kaum auf den schmalen Schultern der Konejung Stiftung oder
durch ehrenamtliches Engagement in einem Geschichtsverein allein realisiert
werden kann. Deshalb ist es notwendig, dass auch die Verantwortlichen
in der Politik in diese Verpflichtung eintreten.
Warum ich mir erlaube, das alles hier vorzubringen? Weil ich die diesjährige
Trägerin des Horst-Konejung-Preises bin! Der Stifter, der leider
am 1. März diesen Jahres verstorben ist, war Jahrgang 1927 und nur
durch Glück in den letzten Kriegswochen dem Tod an der Front entgangen.
Seine Kriegserfahrung blieb prägend und ließ ihn für ein
geeintes Europa eintreten, zumal er als in Belgien lebender Deutscher
besonders sensibel für nationale Verwerfungen wurde. Grenzen zu überschreiten
(im wörtlichen wie im übertragenen Sinne) und Grenzen zu überwinden
(als ein Weg der Verständigung) - das ist ein mühsames Geschäft.
Das bringt Auseinandersetzungen mit sich, bedeutet intellektuelle Anstrengungen,
ist also mit Sicherheit nicht umsonst zu haben. Doch wenn es einen Preis
gibt, den zu zahlen es sich lohnt, dann sicherlich diesen. In diesem Sinne
nehme ich den Horst-Konejung-Preis sehr gerne an.
An das Ende der Rede einer Preisträgerin gehört die Danksagung.
Aber wo anfangen und wo aufhören? Da ist zunächst meine Familie
im klassischen Sinne, also Eltern, Geschwister, Mann und Sohn sowie alle,
die im Laufe der Jahre durch Beziehungen oder Heirat hinzukamen - eine
Familie, in der Liebe und Toleranz auch in schwierigen Zeiten nie klein
geschrieben wurde. Zu meiner Familie gehören aber auch meine Freundinnen
und Freunde, die mit mir alles und zu jeder Uhrzeit durchdeklinieren.
Dann gibt es da noch meine vielen verschiedenen Heimaten, die ebenso wie
die Luft zum Leben gehören: meine wissenschaftliche Heimat, nämlich
meine Kolleginnen vom Rheinischen Institut für Geschichte und Gedächtnis,
meine berufliche Heimat, das NS-Dokumentationszentrum, einige andere mir
sehr liebe Kolleginnen und Kollegen, außerdem meine politischen
Heimaten, zum Beispiel die "Projektgruppe Messelager". Und nicht
auszuschließen ist ja, dass auch die Konejung Stiftung zu einer
meiner Heimaten wird.
Bei aller Dankbarkeit über das Vorhandene dürfen wir aber auch
die Verluste nicht verheimlichen. Deshalb habe ich mich dafür entschieden,
den Abwesenden zu danken. Das sind meine Großeltern und Stiefgroßeltern,
die alle nicht unschuldig sind an meinem Interesse für Geschichte;
dann Heinz Humbach, ein Kölner Widerstandskämpfer, der Zeit
seines Lebens für seine Überzeugungen eintrat; außerdem
Wolfgang Stappen, ein wunderbarer Freund, dessen von Solidarität
geprägtes Leben viel zu früh endete. Zu den Abwesenden, denen
ich danken möchte, zählt schließlich auch Horst Konejung.
Vielen Dank!
Karola Fings
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Fahrt
in die Vergangenheit: |
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Sonderveranstaltung - |
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Verdun
- ein deutsch-französisches Trauma
Samstag, 20. Mai 2006 |
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Der Name Verdun steht wie anderer für das Grauen des modernen Krieges.
Von den Deutschen als Ausblutungsschlacht geplant, entwickelte sich um
die Festungen an der Maas ein 9 Monatiger Stellungskrieg, der Hunderttausenden
von Franzosen und Deutschen das Leben kostete. Erst lange nach dem Zweiten
Weltkrieg wurde das Symbol deutsch-französischer Feindschaft zu einem
Ort der Versöhnung.
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Bis heute
trägt das hügelige Gebiet im Nordosten Frankreichs die Spuren
der Kämpfe. Wer einmal die immer noch spärlich bewachsene
Mondlandschaft bei Douaumont oder der Höhe Toter Mann gesehen
hat, wer das gigantische Beinhaus und die deutschen Friedhöfe
besucht hat, wird diese Eindrücke so schnell nicht vergessen.
Und er wird vor allem daran erinnert, wie wichtig der Prozess der
europäischen Einigung für eine friedliche Zukunft ist.
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| Verdun |
Die Konejung - Stiftung: Kultur (die mit Ihrer Fahrt in die Vergangenheit
seit 2004 an die verlustreichen Kämpfe im Hürtgenwald 1944/
45 bei Aachen erinnert) bietet zum 90. Jahrestag der Kämpfe eine
zweitägige Reise nach Verdun. Neben dem Besuch des Memorials, des
Forts Douaumont und der Zitadelle, werden Texte von Autoren beider Seiten
gelesen, u. a. von Ernst Jünger, Henri Barbusse, Arnold Zweig, Karl
Kraus und anderen.
Tondokumente und seltene Aufnahmen patriotischer Chansons und Lieder
begleiten das rollende Hörspiel, das allein durch die Fahrtroute
daran erinnert, wie oft die Landschaften unserer westlichen Nachbarn Kriegsschauplätze
wurden, denn die Denkmäler und Friedhöfe vieler Nationen erinnern
nicht nur an den Ersten Weltkrieg, sondern auch an 1814, 1870, 1940 und
1944.
Abfahrt ist am Samstag, dem 20. Mai 2006 ab ZOB Düren., Rückkehr
dort am Sonntag, dem 21. Mai gegen 20:00.
Reservierung:
Konejung Stiftung: Kultur,
Amandusstr. 8,
52391 Vettweiß,
Tel: (02424) 202 346, Fax: (02424) 202 347,
Email: info@konejung-stiftung.de
Fahrtpreis 88,- Euro
Im Preis nicht enthalten sind Eintrittsgelder und die Kosten der Übernachtung.
(Je nach Reservierungslage wird ein Hotel für die Reisegruppe zu
Sonderkonditionen angemietet, sodass diese im üblichen Rahmen bleiben.)
Änderungen vorbehalten.
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Mordsommernacht
2006 |
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Das
Eifel - Krimi Event auf Burg Nideggen
Freitag, 16.
Juni 2006,
Samstag, 17. Juni 2006
Ab Juni ist Deutschland im WM- Fieber,
aber nicht jedes Spiel kann volle Spannung bieten.
Deswegen gibt es für alle Spiel- Abtrünnigen eine spannungsgeladene
Mordsommernacht,
dieses mal unter dem Motto "Krimi statt Fußball"!
Mit dabei sind: |
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| Burg
Nideggen |
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Moderiert wird der Abend von Kabarettist Achim Konejung.
Freitag, 16. Juni 2006, 20:00 Uhr,
Samstag, 17. Juni 2006, 20:00 Uhr
Vorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen. Tel: (02427) 90 20 96.
Eintrittspreis 13,- Euro plus 10 % Vorverkaufsgebühr
Änderungen vorbehalten.
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Rursee
Ahoi! |
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Eine kabarettistische Schiffstour durch die Eifel
Mit
Anne Rixmann, Norbert Alich
Hubert vom Venn, Jupp Hammerschmidt
Die Blechharmoniker, Achim Konejung
Samstag, 29. Juli 2006
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v.l.n.r.: Hubert vom Venn , Achim Konejung und Norbert Alich |
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Nach
der ausverkauften Schiffstour im letzten Sommer kann es dieses Jahr nur
wieder heißen: "Leinen los!" für die kabarettistische
Schiffstour durch die Eifel! Mit an Bord sind dieses Mal: Anne Rixmann von
der Kölner "Stunksitzung", die in Wirklichkeit eine echte
norddeutsche Wassernixe ist; Norbert Alich, Bonner Kabarettist und Star
des "Pantheon" - im Doppellleben ein perfekter rheinischer Stimmungssänger
auf jeder Loreley- Tour; die "Zwei aus der Eifel", Jupp Hammerschmidt
und Hubert vom Venn, die - obwohl überzeugte Landratten - sich mit
ihren Eifelstories auf den Rursee trauen, weil man bei dem im Notfall den
Stöpsel ziehen kann. Die Kölner "Blechharmoniker", die
bei schlechter Sicht mit ihren Instrumenten jedes Nebelhorn ersetzen können,
unterhalten die Fahrgäste mit ihrer Slapstick- Musik- Comedy- Show.
Moderiert wird der Abend vom Kabarettisten Achim Konejung, der neueste Informationen
zum Rur- Seitenkanal, der kommenden Schiffsverbindung Heimbach- Southhampton-
New York, preisgeben wird.
Kulinarische Leckerbissen erwarten die Gäste ebenso wie kühle
Getränke, und auch dieses Mal hat sich der Klabautermann wieder angesagt!
Am Samstag, dem 29. 7. 2006, Abfahrt 20:00 Uhr, Einlass 19:30
Uhr
vom Schwammenauel Damm oberhalb Heimbach, Rückkehr gegen 23:30.
Fahrt- und Eintrittspreis: 22,- Euro (inkl. 2,- Euro Vorverkaufsgebühr)
Vorverkauf:
Rursee Schifffahrt, am Anleger und unter (02446) 479,
Bücher an der Burg (0 24 27) 90 20 96
Veranstaltet von der Konejung Stiftung: Kultur und der Rursee Schifffahrt
GmbH
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Hürtgenwald
und der lange Krieg im Westen 1944-1945 |
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Herbsttermine
2006
Samstag 28. Oktober,
Sonntag 29. Oktober und
Mittwoch, 1. November 2006
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Noch
einmal gibt es die Gelegenheit an der historischen Zeitreise durch den Hürtgenwald
teilzunehmen. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es am 28., 29. Oktober,
sowie dem 1. November 2006 weitere Zusatztermine. Die Reservierung erfolgt
über "Bücher an der Burg", Nideggen, Tel: 02427 - 902096.
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Die Fahrt und Wanderung führt dieses Mal u. a. zur Gedenkskulptur
und der neu errichteten Infotafel im Kalltal.
Von September 1944 bis März '45 tobte in der Nordeifel die
längste Schlacht, die je auf deutschem Boden stattfand. Zehntausende
deutscher und amerikanischer Soldaten wurden getötet oder verwundet,
die Dörfer vollends zerstört. Seit 2004 erinnert die Konejung
Stiftung: Kultur mit einer literarischen und historischen Zeitreise
an diese vergessene Schlacht, die beispielhaft die Sinnlosigkeit
des Krieges demonstriert.
Begleitet vom Künstler Achim Konejung beginnt die Busfahrt
als rollendes Hörspiel durch die dunklen Wälder des Hürtgenwaldes,
wobei die strategischen Ereignisse ebenso im Mittelpunkt stehen
wie der Bau des Westwalls, die Lebensumstände der einfachen
Soldaten und die Situation der Zwangsarbeiter. Zu hören sind
Tondokumente wie die Reden von Churchill oder Thomas Mann sowie
Propagandasongs und Schlager der 40er Jahre.
Höhepunkt ist die Wanderung durch das Kalltal mit Lesungen
der Schauspieler Joachim Pukaß (Berlin) und Mario Buletta
(Hamburg), die Texte von Ernest Hemingway, Kurt Vonnegut, Heinrich
Böll und anderen vortragen. Nach einer Mittagspause endet die
Reise mit dem Besuch des Hürtgenwald-Museums.
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| Im Hürtgenwald |
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Samstag 28. Oktober, Sonntag 29. Oktober und Mittwoch, 1. November
2006.
Abfahrt 10:00 ab HBF Düren, ZOB/ HBF. Rückkehr dort gegen 18:00.
Reservierung: (erforderlich):
Bücher an der Burg, Nideggen. Tel: (02427) 90 20 96.
Teilnahmegebühr: 22,- Euro
Konejung Stiftung: Kultur,
Amandusstr. 8,
52391 Vettweiß,
Tel: (02424) 202 346, Fax: (02424) 202 347,
Email: info@konejung-stiftung.de
Änderungen vorbehalten.
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Hürtgenwald
- Dokumentarfilm |
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-
Sonderprojekt - |
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Seit November 2005 dreht ein Team mit dem Dokumentarfilmer Aribert
Weis sowie Jürgen Teves, Achim Konejung und weiteren Mitarbeitern
im Kreis Düren Dokumentaraufnahmen für einen Film über
die Schlacht im Hürtgenwald und seine Folgen. Der Film soll
- neben einer Fernsehausstrahlung - vor allem Schulen als Unterrichtsstoff
zur Verfügung gestellt werden.
Thematisch behandelt die Dokumentation den Zeitraum 1936 bis 1947,
also vom Beginn des Baus des Westwalls über den Aufmarsch 1940
(Westfeldzug); über die Kämpfe im Herbst 1944 bis zum
großen Brand 1947 und dem Wiederaufbau.
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| Filmteam |
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Unterstützt werden die Dreharbeiten von der Konejung Stiftung: Kultur,
die 2004 zusammen mit dem Kreis Düren, der Gemeinde Hürtgenwald
und dem Geschichtsverein Hürtgenwald die Gedenkfeierlichkeiten zum
60. Jahrestag veranstaltete und mit Ihrer Fahrt in die Vergangenheit weiterhin
einen Beitrag zur Geschichtsaufarbeitung liefert.
Für den Film sucht die Konejung Stiftung: Kultur noch Zeitzeugen,
die z.B. Evakuierung und Rückkehr, die Kämpfe oder die Löscharbeiten
miterlebt haben. Auch Film- und Fotomaterial ist willkommen. Interessenten
mögen sich bitte schriftlich wenden an:
Konejung Stiftung: Kultur
Amandusstr. 8
52391 Vettweiß
Tel: (02424) 202 346, Fax: (02424) 202 347,
Email: info@konejung-stiftung.de
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Fahrt
in die Vergangenheit: |
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Hürtgenwald
und der lange Krieg im Westen 1944-1945 |
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Publikum
und Presse waren von der ungewöhnlichen Umsetzung beeindruckt. Nach
dem großen Erfolg
und der enormen Nachfrage im vorigen Herbst bietet die Konejung Stiftung:
Kultur erneut ihre literarische
und historische Zeitreise durch die Nordeifel an. |
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In
diesem Jahr findet die "epische Reise zu den dunklen Seiten unserer
Geschichte" in Zusammenarbeit mit dem
NS Dokumentationszentrum Köln statt, das zum 60. Jahrestag des Kriegsendes
ab März eine halbjährige
Veranstaltungsreihe in Köln und Umland durchführt.
Begleitet vom Künstler Achim Konejung beginnt die Busfahrt als rollendes
Hörspiel durch die dunklen Wälder
des Hürtgenwaldes, wobei die strategischen Ereignisse dieser schwersten
Kämpfe im Westen ebenso im Mittelpunkt
stehen wie der Bau des Westwalls, die Lebensumstände der einfachen
Soldaten und die Situation der Zwangsarbeiter.
Zu hören sind außerdem Radioprogramme aus den 40er Jahren mit
Ansprachen von Winston Churchill und Thomas
Mann, Propagandasongs sowie zeitgenössische Schlager beider Seiten.
Höhepunkt der Fahrt ist die Wanderung durch das Kalltal mit Lesungen
der Schauspieler Joachim Pukaß (Berlin) und
Mario Buletta (Hamburg), die Texte von Ernest Hemingway, Kurt Vonnegut,
Heinrich Böll und anderen vortragen.
Nach einer Mittagspause an der Mestrenger Mühle endet die Reise mit
der Vorstellung neu entdeckter Texte zum
Kriegsende und dem Besuch des Hürtgenwald-Museums.
Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen!
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Reservierung unbedingt
erforderlich!
(02424- 202 346) Teilnahmegebühr: 22,- Euro
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Samstag, 19. März und Sonntag, 20. März 2005
Samstag 29. Oktober, Sonntag 30. Oktober und Dienstag, 1. November 2005
Abfahrt 10.00 ab HBF Düren, ZOB. Rückkehr dort gegen 18.00. |
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Lesung
zum Kriegsende vor 60 Jahren |
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Matinee |
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Sonntag,
8. Mai. Burg Nideggen, Rittersaal. Beginn 11 Uhr, Eintritt 3,- Euro
Vorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen, 0 24 27 - 90 20 96.
Veranstaltet von der Konejung Stiftung: Kultur in Zusammenarbeit mit
dem Kreis Düren.
Zusammengestellt von Künstler Achim Konejung entsteht aus Tagebuchaufzeichnungen,
Feldpostbriefen, Romanauszügen,
amtlichen Dokumenten und anderen Fundstücken ein eindrucksvolles
Bild der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs.
Vorgetragen werden die Texte von:
Jeannette Gräfin Beissel von Gymnich, Romanautorin und Hausherrin
der Burg Satzvey.
Gisela Keiner, die lange Jahre als Schauspielerin an deutschen
Bühnen engagiert war und sich besonders für die Kultur
in unserer Region einsetzt.
Dr. David Eisermann, Journalist und Moderator der Kultursendung
"Mosaik" auf WDR 3, Vorsitzender des Beirats der Stiftung.
Joachim Pukaß, langjähriger Sprecher bei ARD und ZDF,
der auch bei der "Fahrt in die Vergangenheit" einen wichtigen
Part übernahm.
Dr. Horst Wallraff, Historiker ("Der Nationalsozialismus
in den Kreisen Düren und Jülich") und diesjähriger
Träger des
"Horst- Konejung- Preises".
Achim Konejung, Künstler und Vorstand der Konejung Stiftung:
Kultur.
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Zum Seitenanfang |
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Fahrt
in die Vergangenheit EXTRA |
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"Als
die Eifel preußisch wurde - Napoleons Ende bei Waterloo" |
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Fahrt
in die Vergangenheit zum historischen Ort einer Zeitenwende
Vor 190 Jahren endete auf einem kleinen Feld bei Brüssel die napoleonische
Ära und das Zeitalter der Restauration
legte sich bleiern über Europa. Den Namen für diese Schlacht,
die das Gesicht des Kontinents auf fast genau hundert
Jahre bestimmte, gab der kleine Ort Waterloo vor den Toren Brüssels.
Seit jenem Sonntag im Juni 1815 haben Schriftsteller, Maler und Historiker
sich immer wieder mit diesem schicksalhaften
Ort beschäftigt, sind Legenden entstanden, widerlegt worden und wieder
auferstanden.
Unzählige Aussagen sind uns erhalten worden, von Wellingtons dramatischen
"Ich wollte es wäre nacht oder die
Preussen kämen., bis hin zu Cambronnes drastischem, das Grauen des
Krieges und der Niederlage wohl am treffendsten
beschriebenen Ausruf "Merde!"
Mit dem bewährten Team der Hürtgenwald Fahrt, Achim Konejung,
Joachim Pukaß und Mario Buletta, bietet die
Konejung Stiftung Kultur dieses Jahr ein besonderes Ereignis an: eine
Tagesreise zu dem heute noch erhaltenem
Schlachtfeld, auf dem Texte großer Autoren der Weltliteratur, die
sich allesamt mit diesem historischen Ereignis
auseinandergesetzt haben, am Original Schauplatz vorgetragen werden: Victor
Hugo, Lord Byron, Christian Dietrich
Grabbe, Stendhal, Stefan Zweig und: Karl May.
Mit im Programm ist der Besuch der wichtigsten Stätten und Museen
sowie eine Einkehr auf dem Mont Saint Jean.
Termin. Sonntag, 5. Juni 2005
Abfahrt: 7:30 Uhr am ZOB Düren mit Luxuslinerbus, Rückkehr
gegen 22 Uhr.
Preis: 44,- Euro
Reservierung (umgehend empfohlen, da sehr begrenzte Teilnehmer zahl)
02424 - 202 346.
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Mordsommernacht |
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Das
Eifel - Krimi Event auf Burg Nideggen
Freitag, 1. Juli 2005, 20 Uhr. (Einlass 19 Uhr)
Samstag, 2. Juli 2005, 20 Uhr,. (Einlass 19 Uhr)
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Nach
dem großen Erfolg im letzten Sommer gibt es dieses Jahr gleich zwei
Lese- Abende der Extraklasse in Gruselambiente.
Vom Burggraben über das Verließ und dem Dachboden des Burgfrieds
werden die unterschiedlichsten Orte der Burg bespielt.
Zum Abschluss lesen die Autoren im Burghof absurde Alltagskrimis aus den
regionalen Polizeireporten.
Für passende Getränke und Snacks sorgt die Burggastronomie. Mit
dabei sind:
Jacques Berndorf, geb. 1936. Der "Eifel-Krimi Guru"
("Die ZEIT"), der sich zum meistgelesenen deutschsprachigen
Krimiautor entwickelt hat, war mit "Eifel-Träume" monatelang
in den Bestsellerlisten. Jetzt hat er für alle Fans seines
Eifeler Ermittlers "Siggi Baumeister" im KBV Verlag einige seit
langem vergriffene Klassiker auflegen lassen.
Carola Clasen, geb. 1950. Ihre Stärke ist ihr tiefschwarzer
Humor, der auch ihren zahlreichen Kurzgeschichten die
entsprechende Würze verleiht. Im vorigen Jahr trieb sie mit "Auszeit"
ihr Unwesen im neu gegründeten Nationalpark Eifel.
Hier ließ sie einen Meuchelmörder brutal zuschlagen.
Ralf Kramp, geb. 1963. Lebt als Autor und Karikaturist in der
Eifel und ist Leiter des KBV Verlags. Sein jüngster Roman
"Ein kaltes Haus" wurde von Kritikern wie Lesern gleichermaßen
hochgelobt. Außerdem veranstaltet er unter dem Titel
"Blutspur" Krimi-Wochenenden zum mitrecherchieren, erstmals
in diesem Jahr auch in der Rureifel.
Hubert vom Venn, geb. 1953. Als Kabarettist und Autor in der Eifel
bekannt wie ein bunter Hund. Sein neuestes Buch
hat den wunderschönen Titel "Wer stirbt schon gern in Düsseldorf",
eine mörderische Politsatire um Landtagswahlen
und rheinischen Separatismus, gewürzt mit traditionellen Ressentiments
der Kölner und Eifelaner gegen die Landeshauptstadt.
Achim Konejung, geb. 1957. Kabarettist, Autor und Initiator der
Mordsommernacht, ist auch schon mal als Mörder in
TV-Serien aufgefallen ("Balko"). Als Mörderblues-Ein-Mann-Kapelle
wird er den Abend moderieren und ihm eine
musikalisch-kriminelle Note geben.
>> Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung ausschließlich
drinnen statt <<
Eintritt 13,- Euro
Kartenvorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen.
Kartenbestellservice: 0 24 27/ 90 20 96
→
www.mordsommernacht.de
Eine Veranstaltung der Konejung Stiftung: Kultur in Zusammenarbeit mit
dem Kreis Düren
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WELTMEISTER |
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Das
Beste und das Neueste von und mit
ACHIM KONEJUNG - Kabarett
Freitag, 16. September
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Die
deutsche Stimmung ist mal wieder in Schieflage, und während unsere
europäischen Nachbarn Urlaub machen,
müssen wir in Brüssel nachsitzen und uns als kranker Mann Europas
beschimpfen lassen.
Dabei stehen wir doch super gut da! Wir Deutschen sind immer noch Weltmeister
- im Export, im Spenden, im
Frauenfussball - aber auch im Jammern. Einmal die Woche Sabine Christiansen
, "Blond Am Sonntag"?
Das hält doch keiner aus!
Achim Konejung gibt es freimütig zu: er wollte auswandern und hat
sich deshalb umgeschaut: bei Engländern, Iren,
Franzosen, Belgiern und Italiern. Und festgestellt, das wir auch 60 Jahre
nach Kriegsende für die noch immer Hunnen,
Boches und Fritzen sind.
Reumütig lobt Konejung den Standort, denn das muss auch im Kabarett
mal gesagt werden: jetzt wird alles besser!
Mit Klinsmann und dem Poltibüro des DFB ziehen wir in eine neue Ära
und 2006 werden wir wieder Weltmeister
im eigenen Land.
Und damit das auch so wird, hat Joschka Fischer schon mal die Visa Bestimmungen
für ukrainische Schiedsrichter
gelockert. Deutschland rüstet auf und bis zur WM ist alles fertig:
das Regierungsviertel in Berlin, der Umbau des
Sozialstaats und die Reform des Dosenpfands.
Um im Sommer 2006 sagt Schröder im ehrwürdigen Berliner Olympiastadion
von 1936: "Ihr Völker der Welt, schaut
auf dieses Land!°. Denn der FC Deutschland 06 im "Land der Ideen"
wird niemals untergehen.
Achim Konejung, seit fast einem Vierteljahrhundert als Autor, Musiker
und Kabarettist auf deutschen Bühnen
unterwegs, hat tief in seinen Satirefundus gegriffen und präsentiert,
nebst immergrünen Klassikern, neueste
Witzattacken aus deutschen Landen frisch auf den Tisch.
Burg Nideggen, 20 Uhr. Eintritt 9,- Euro
Vorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen: 0 24 27 - 90 20 96.
→
www.konejung.de
Veranstaltet vom Kreis Düren in Zusammenarbeit mit der Konejung Stiftung:
Kultur.
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Krieg
und Kriegsende in der Nordeifel |
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Eine
Seminarwoche mit Exkursionen.
10. bis 14. Oktober 2005 |
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Das
Interesse an der Geschichte der Jahre 1939 bis 1945 in der Nordeifel ist,
wie die Diskussionen etwa um den Erhalt
des "Westwalls" oder die Zukunft der "Ordensburg Vogelsang"
zeigen, nach wie vor sehr hoch. Dies hat unter
anderem damit zu tun, dass dieser Teil der Geschichte erst spät und
bis heute ungenügend erforscht ist.
Die Konejung Stiftung: Kultur bietet in Zusammenarbeit mit dem Ökobildungswerk
und dem NS- Dokumentationszentrum
eine Seminarwoche an, die anhand von markanten Relikten aus der NS-Zeit
einen interessanten Einblick in die Thematik bietet.
Programm:
1. Tag Eintreffen der Teilnehmer, Vorstellung des historischen Orts Simonskall
und seiner Vergangenheit. Vortrag von
Dr. Horst Wallraff, Autor des Buches "Der Nationalsozialismus in
den Kreisen Düren und Jülich. Nachmittags Wanderung
auf den Pfad des Gedenkens im Kalltal.
2. Tag Burg Vogelsang. Vortrag von Autor F. A. Heinen, Autor des Buches
"Vogelsang: Von der NS-Ordensburg zum
Truppenübungsplatz". Nachmittags Führung durch die Anlage.
3. Tag Das NS Dokumentationszentrum Köln und das Museum im El -
De Haus. Vortrag, Besuch des Zwangsarbeiter
Friedhofes in Rurberg..
4. Tag Hürtgenwald und der lange Krieg im Westen. Wanderung und
Fahrt mit literarischen Texten und Augenzeugenberichten.
Mit Achim Konejung und Schauspielern.
5. Tag Seminarkritik, weiterführende Beschäftigung mit dem
Thema, Abreise der Teilnehmer.
Datum: 10. bis 14. Oktober 2005
Ort: Simonskall/Nordeifel
Teilnahmegebühr: 360 EUR. Im Preis enthalten sind Unterkunft im
Doppelzimmer, Halbpension sowie alle Exkursionen.
Hinweis: Anmeldung erforderlich (s.u.)
Veranstaltungsart: Wochenseminar, als Bildungsurlaub anerkannt
Veranstalter: Konejung Stiftung: Kultur, in Kooperation mit dem Ökobildungswerk
und dem NS-Dokumentationszentrum
der Stadt Köln.
Anmeldung beim Ökobildungswerk, Herwarthstr. 22, 50672 Köln,
Telefon 0221/514020, Fax 0221/5101667,
info@oekobildungswerk.de.
Kursnummer: Ö99-55
Weitere Informationen bei: Ulla Theisling 0221 - 95294955.
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Rursee
ahoi! |
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Eine
literarische Schiffsreise durch die Eifel |
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Mit
Norbert Alich, Jupp Hammerschmidt , Achim Konejung, Joachim Pukaß,
Hubert vom Venn
und den Blechharmonikern
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Am
Samstag, 30. Juli 2005, Abfahrt 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr
vom Schwammenauel Damm oberhalb Heimbach, Rückkehr gegen 23.30.
Fahrt- und Eintrittspreis: 20,- Euro
Vorverkauf:
Rursee Schifffahrt, am Anleger und unter 02446 - 479,
Bücher an der Burg 0 24 27 - 90 20 96
Veranstaltet von der Konejung Stiftung: Kultur und der Rursee Schiffahrt
GmbH
Vom Schwammenauel Damm geht es im Abendlicht und einer leichten Ahoi
- Brise unter den Klängen der
Rurseemannskapelle, dargestellt von den Kölner Blechharmonikern,
hinaus auf große Fahrt. Vor Eschauel
steigt Stephensons Schatzinsel aus dem Meer auf und ein harmloser Karpfen
mutiert zu Moby Dick.
Das Totenschiff von B. Traven, der 1921 über Simonskall nach Südamerika
flüchtete, kreuzt unsere Route
ebenso wie der fliegende Holländer. Mit Seemansliedern und Hans-
Albers- Flair besingen Norbert Alich
vom Bonner Pantheon und der Kabarettist Achim Konejung am Schifferklavier
die sieben Weltmeere.
Jede Menge literarisches Seemannsgarn spinnen der Spree - Athener Joachim
Pukaß und die Zwei aus der Eifel,
Hubert vom Venn und Jupp Hammerschmidt . Auf dem Captain' s Deck gibt
es in den Pausen einen maritimen
Imbiß und wenn wir nicht zuviel versprechen, kommt auch noch der
Klabautermann!
Zubringerdienst: Von Heimbach- Ort zur Anlegestelle Schwammenauel mit
der Rurseebahn der
Rursee Schifffahrt GmbH , sowie zurück.
Heimbach ist erreichbar mit der Rurtalbahn von Düren. Dort Anschluß
an DB.
Übernachtung:
Die Rureifel bietet gute Hotels, Informationen erteilt Ihnen gerne die
Rureifel Tourismus Zentrale,
Karl-H. Krischer Platz 1, 52396 Heimbach,
0700-34 33 5000, Fax 02446 - 805 79 30
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"Bücherbrunch
- Literatur für den Eifel- Winter" |
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Sonntag, 27. November Burg Nideggen, 11 Uhr, Eintritt 16,50 Euro (inklusive
Buffet)
Vorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen: 0 24 27 - 90 20 96.
Veranstaltet von der Konejung Stiftung: Kultur in Zusammenarbeit mit
dem Kreis Düren.
Jahrelang hat die Düsseldorfer Literaturwissenschaftlerin Gabi Rüth
zusammen mit Achim Konejung im WDR Hörfunk
Bücher besprochen - jetzt trifft sich das "Literarische Duett"
auf Burg Nideggen und bietet eine Matinee für alle, die
Kopf und Magen verwöhnen wollen.
In einem literarisch- kulinarischen Event stellen sie die Bücher
des Jahres vor und geben Tipps für belletristische
Geschenke zu Weihnachten und geistige Notrationen für die langen
Eifel- Winterabende.
Im Eintrittspreis inbegriffen ist der reichhaltige Adventsbrunch der
gepflegten Burggastronomie.
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"Elke
Heidenreich liest". |
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Die krönende Abschlussveranstaltung unserer diesjährigen Kulturreihe
mit der bekannten
Schriftstellerin und Moderatorin der ZDF Sendung "Lesen!"
Freitag, 9. Dezember 2005, Burg Nideggen, 20 Uhr, Eintritt 11,- Euro
Vorverkauf: Bücher an der Burg, Nideggen: 0 24 27 - 90 20 96.
Veranstaltet vom Kreis Düren in Zusammenarbeit mit der Konejung
Stiftung: Kultur.
Elke Heidenreichs Sendung "Lesen!" bringt wohl wie keine andere
die Literatur zu den Menschen.
Auf Burg Nideggen wird die beliebte Schriftstellerin und Moderatorin aus
ihren aktuellen Büchern vorlesen.
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Verleihung
des Horst-Konejung-Preises |
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Der mit 5000,- Euro
dotierte Horst- Konejung- Preis wird jährlich an Personen bzw.
Institutionen verliehen, die sich im Rahmen
der Stiftungsziele verdient gemacht haben, insbesondere der Aufarbeitung
der lokalen Geschichte im europäischen Kontext.
Es ist uns eine besondere Ehre, Herrn Dr. Horst Wallraff als
unseren ersten Preisträger vorzustellen. Der aus Düren stammende
und an der Universität Köln tätige Historiker hat mit
"Der Nationalsozialismus in den Kreisen Düren und Jülich"
ein fundamentales Buch zur Erforschung der Regionalgeschichte in der
Zeit des Faschismus geschrieben. |
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Dr. Horst Wallraff |
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Durch seine wissenschaftliche Arbeit hat er eine Grundlage geschaffen,
die es vielen Interessierten der Zeitgeschichte, lokalen
Geschichtsinitiativen und Historikern ermöglicht, die neuere Vergangenheit
zu erforschen.
Auch sein neues Buch "Vom preußischen Verwaltungsbeamten zum
Manager des Kreises" über die Geschichte der Landräte
des Kreises Düren steht in diesem Kontext.
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Zum Seitenanfang |
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Hürtgenwald
von Krieg zu Frieden 1944 - 2004 |
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Veranstaltungsreihe
anlässlich des 60. Jahrestag der Kämpfe im Hürtgenwald |
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Nach der Gedenkfeier
und Einweihung der Skulptur am 7. November 2004.
(Von links nach rechts: Mrs. Breen und Col. Breen, US - Botschaft,
dahinter Käthe Rolfink, Kulturbeauftragte des
Kreises Düren und Bildhauer Michael Pohlmann. Vorne Schirmherr
John Brogan im Gespräch mit Achim Konejung.) |
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Rede anlässlich der
Gedenkfeier "60 Jahre Kämpfe im Hürtgenwald".
7.11.04
von John A. Brogan III, US Generalkonsul a.D., Schirmherr |
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Sehr geehrte Damen und Herren,
erlauben Sie mir, Sie auf eine Zeitreise zu entführen. Eine
Zeitreise 60 Jahre zurück zu einem kalten aber klaren Herbsttag
im Jahre 1944.
Leise zeigt sich der Hürtgenwald, idyllisch und von atemberaubender
Schönheit. Der erste Frost bedeckt die hügelige Landschaft
und gibt
den Anschein unberührter Ruhe. Ein Anschein der so, trügerischer
nicht hätte sein können. In diese romantische Idylle stößt
die erste
der fünf US Divisionen, mit Ziel den Rhein schnell zu erreichen.
Es ist der Beginn einer abscheulichen Schlacht, einer Schlacht un-
vergleichbar an Grauen, unvergleichbar an Leiden und unvergleichbar
an Verlusten für beide Seiten.
In Tausenden von Bunkern und Pillboxes liegt verschanzt die Deutsche
Verteidigung. Eine Armee, brillant vorbereitet, die die ein-
marschierenden Gegner furchtlos entgegnet. Gewaltige Minenfelder
an allen Seiten geben ausreichenden Schutz und die deutschen
Einheiten haben allen Grund sich sicher zu fühlen.
Jede der beiden gegnerischen Seiten führt ein einziges Ziel
im Schilde - die komplette und ausnahmslose Ausrottung der Gegenseite.
Ein Vorhaben, das tragischerweise beiden fast gelingt.
Die Soldaten, die den Krieg im Hürtgenwald ausfechten, werden
dieses Schlachtfeld später als Todesfabrik in Erinnerung behalten.
So sprechen sie zueinander darüber, so erleben sie die Tage
in diesem Tal der Tränen.
September wird zu Oktober und Oktober zu November. Es ist bitterkalt
und der anfängliche leichte Schneefall wird dichter und stärker.
Der Boden ist aufgewühlt und entwickelt sich zunehmend von
Morast zu unpassierbaren Sumpf. Dichter Nebel erschwert zusätzlich
das
Vorankommen und verhindert die Sicht.
Die Soldaten sind geschwächt. Uniformen sind nass und werden
nie trocken. Gerätschaften, Tanks und Wagen brechen zusammen
und
das Verteidigungssalvo deutscher Gewehre vernichtet eine US Division
nach der anderen. Unter diesen unerträglichen Umständen
leiden
die Moral und die Kampffähigkeit beider Seiten zusehends. Doch
die Schlacht dauert an mit dem Tod als einzigen Gewinner.
Ehe diese sinnlose Schlacht ein Ende finden kann, zählen die
Verluste auf deutscher Seite über zwölftausend - auf amerikanischer
Seite
gar unglaubliche fünfundfünfzigtausend. Diese Schlacht
entwickelt sich für die US Truppen zur längsten Einzelkampagne
seit der
"Battle of the Wilderness" im Bürgerkrieg von 1863.
Erschreckende Verluste mehren sich auf beiden Seiten und dann,
Anfang November 1944, degeneriert die Kampfweise und wird zu
einem Einzelgefecht, Mann gegen Mann, Hand gegen Hand. Das Gemetzel
verwandelt das Schlachtfeld in einen höllenhaften Albtraum.
Ernest Hemingway berichtet von einem Regimentskommandeur, der zusammenbricht
als er ihm das Szenario schildert: Seine Kompanie
ist zu fünfzig Prozent dezimiert, zwei weitere gar hundertprozentig.
Schützen, die es schaffen drei Tage zu überleben gelten
bereits als
Veteranen und solche, die ihre gefallenen Kameraden ersetzen, sterben
oft bevor sie den Namen der ihnen zugewiesenen Einheit erfahren.
Die Dörfer, die uns umgeben - Vossenack, Gey, Grosshau, Kleinhau,
Simonskall, Hürtgen und weitere wechseln mehrfach die Seiten,
als
sie besiegt und dann wieder neu eingenommen werden. Ein einziger
Vormarsch der US Neunten Division kostet 3.836 Leben für eine
eingenommene Fläche von 2.700 Metern - Das rechnet sich so:
Mehr als ein Mann Verlust für einen einzelnen Meter.
Unmöglich rationale Worte zu finden, um das ungestüme
Töten, das tobende Auslöschen von Leben zu beschreiben.
Es ist ein gott-
verlassenes Fleckchen deutscher Erde, erfüllt vom Nachhall
berstender Explosionen. Erfüllt auch vom Widerhall von Todesschreien
und
gebadet in Blut. Und dann, im Moment größter Not, in
der dunkelsten Stunde, dann wenn nur noch Verzweiflung herrscht,
zeigt sich,
dass dieser Ort größter Misere nicht von Gott verlassen
ist. Denn jetzt geschieht ein unfassbares Wunder. Plötzlich
ist es still und in diese
eingetretene Stille taucht ein Mann auf, dessen Wirken ein unvergessliches
Teil gemeinsamer Kriegsgeschichte wird.
Sechzig Jahre sind es her und an diesem Tag betritt ein nobler
und heldenhafter deutscher Militärarzt mit seinen Sanitätern
langsam das
Schlachtfeld. Hauptmann Günther Stüttgen traut sich hervor,
um die Toten zu bergen und den Verletzten zu helfen. Und zwar ohne
zu
unterscheiden, ob amerikanisch oder deutsch und erwirkt ein De-facto-Waffenstillstand,
der den Tod für drei unvergessliche Tage besiegt.
Und in diesen drei Tagen geschehen weitere Wunder. So verlieren
die großen Generäle beider Seiten die Kontrolle über
ihre Einheiten und
die Menschen, die diese Einheiten bilden, tauschen sich aus, teilen
Zigaretten und Kaffee und ein wenig menschliche Wärme.
Die berüchtigte Todesfabrik wird für diese drei Tage ein
Ort von Anstand, Würde und praktizierter Nächstenliebe.
Der Mut und sein Anstand werden immer geehrt werden - nicht nur
dann, wenn ehemalige Soldaten, die hier kämpften, sich treffen.
Auch
für uns Amerikaner ist Hauptmann Stüttgen, sowohl Vorbild
wie auch Sinnbild des Helden. Ja, wir sprechen sogar von ihm als
American Hero.
Meine Damen und Herren, wir sind an diesem Tag des Heilens zusammengekommen,
um zu danken. Als erstes gilt mein Dank der
großzügigen Initiative der Konejung Stiftung. Besonders
möchte ich Herrn Achim Konejung danken, für seinen aufrichtigen
deutsch-
amerikanischen Patriotismus.
Diese Feier soll weder dazu dienen, ein historisches Urteil zu
fällen. Noch soll über die Heldendtaten der bekannten
Generäle gefolgert werden.
Der heutige Tag soll im Gegenteil all die jungen Männer ehren,
die in diesem Wald unter den grauenhaftesten Bedingungen kämpfen
mussten
und gefallen sind. Tragischerweise endete ihr Leben, bevor es begann.
Sie alle sind meine Kameraden und sie alle sind auch die Ihrigen.
Ich fordere alle jungen Männer und Frauen auf: Folgen Sie
meinem Beispiel und wandern Sie durch die Gräberreihen im Soldatenfriedhof
in
Vossenack. Vorbei an den Gräbern der jungen Männer, wovon
manche kaum dem Kindesalter entwachsen, vorbei an den Gräbern
der
Namenlosen, deren Identität nur Gott alleine kennt. Und beten
Sie für ihren ewigen Frieden.
Sie werden hier keine amerikanischen Gräber finden, denn unsere
Boys wurden auf der anderen Seite der Grenze, in Belgien und Frankreich
beerdigt. Schließen Sie sie bitte auch ein in Ihre Gebete.
Das letzte Gericht eines barmherzigen Gottes wird sie alle für
ihre Opfer belohnen.
Allen, ob deutsche oder Amerikaner, ist eines gemeinsam. Alle waren
pflichtbewusste Soldaten.
Und jetzt, zum Ende dieser Gedenkfeier habe ich noch eine Bitte.
Mögen doch bitte alle alten Veteranen hervortreten. Kommen
Sie zu mir
und reichen mir die Hand in Freundschaft. In diesen abendlichen
Stunden unseres Lebens ist der Zeitpunkt gekommen, um Wunden zu
heilen und um unsere deutsch-amerikanische Freundschaft fruchten
zu lassen. Möge unser aller Gott uns davor bewahren, je wieder
einen
Krieg miterleben zu müssen.
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HUMANITÄRE BEZIEHUNG
UNTER SOLDATEN BEIDER FRONTEN AN DER
MESTRENGER MÜHLE |
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Von Heinz Münster
Kompanie-Chef der 14. Infanterie Regimentes 1056
Vorgetragen von Joachim Pukaß |
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In diesem Abschnitt entbrannte ein
Dschungelkampf, bei dem ein normaler Frontverlauf schwerlich zu erkennen
war. Freund und
Feind lagen sich auf engstem Raum gegenüber und kämpften
verbissen Mann gegen Mann. Die Verluste waren auf beiden Seiten
erheblich. Der Nachschub an Menschen und Material, sowie an Versorgung
von Verwundeten war in dem schwer zugänglichen
Gelände für beide Seiten nahezu unmöglich geworden.
Hilferufe aus diesem Kampfgebiet ließen Schlimmes erahnen.
In dieser Situation entschloss sich Dr. Stüttgen, durch unmittelbare
Verhandlungen mit dem Gegner eine Feuerpause zu vereinbaren,
damit beide Seiten Verwundete versorgen und die Gefallenen bergen
konnten. Auch von unserer Kompanie waren Panzer- Zerstörtrupps
bei der Mühle im Einsatz; ein Grund für mich, bei der
Aktion dabei zu sein. Wir hatten vom Regimentskommandeur 1056, Oberst
Rösler,
den Auftrag, einem amerikanischen Offizier freies Geleit zu unserem
Regimentsgefechtsstand anzubieten. Es sollten zukünftige Aktionen
auf Kommandeursebene vereinbart werden, damit auch der Gegner von
der Ernsthaftigkeit unseres Vorhabens überzeugt sein sollte.
Die Aktion lief dann wie folgt ab: Dr. Stüttgen und ein Sanitäter,
kenntlich gemacht durch Rote-Kreuz-Transparente auf der Brust und
Rücken, ich selbst mit weißer Armbinde und unbewaffnet,
marschierten vom Gefechtsstand Gerstenhof durch das Waldgebiet in
Richtung Mestrenger Mühle. Wie beabsichtigt, liefen wir bei
den amerikanischen Stellungen auf, Die Amis waren überrascht
und
hielten uns vorsichtshalber erst einmal ihre Maschinenpistole unter
die Nase. Nach kurzem Wortwechsel erschien ihr Einsatzführer,
der uns aufgeschlossen in deutscher Sprache begrüßte.
Er war sofort bereit, unser Vorhaben auf unserem Gefechtsstand in
der
Mühle näher zu erörtern.
Die Lage war trostloser als wir vermutet hatten. Zwischen verlassenen
und abgeschossenen Panzern lagen Verwundete und Gefallene
von beiden Seiten. Freund und Feind hockten völlig durchnässt,
ausgehungert und deprimiert in ihren Erdlöchern.
jetzt schwiegen die Waffen und jede Seite war dabei" ihre
Verwundeten und Gefallenen zu bergen. Zum Missfallen der Amis turnten
unsere Landser hemmungslos in den Sherman-Panzern herum, um Verpflegung
und Zigaretten zu organisieren.
Als wir unsern Gast mit verbundenen Augen zur Mühle führten,
wurden wir urplötzlich von der feindlichen Artillerie durch
massives
Feuer eingedeckt. Fluchtartig suchten wir Schutz im Keller der Mühle,
der auch Zufluchtsort unserer Verwundeten war. Alle lagen wir
flach und unsere Landser nahmen die Anwesenheit eines amerikanischen
Offiziers grinsend und nicht ohne Schadenfreude zur Kenntnis.
Ein Telefonat mit Oberst Rösler brachte nun eine Wende um
180'. Wir vernahmen, dass der Ami von Vossenack zum Angriff angetreten
war. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem unserer Artillerie
wegen unserer Aktion eine Zwangsfeuerpause auferlegt war.
Unsere so gut gemeinte Aktion mussten wir sofort abbrechen, damit
unser Regiment wieder uneingeschränkt aktionsfähig sein
konnte.
Der amerikanische Offizier verabschiedete sich trotzdem mit Shake
Hands und dem freundlichen Hinweis: Hoffentlich sehen wir uns
einmal wieder und wenn möglich natürlich unter weniger
kriegerischen Umständen.
Der Traum und die Wirklichkeit einer fairen zwischenmenschlichen
Beziehung unter Frontsoldaten war vorbei. Wir waren glücklich,
den kämpfenden Soldaten über die Fronten hinweg in großer
Not humanitären Beistand geleistet zu haben.
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Aus James Gavin: "On
to Berlin" |
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Vorgelesen von Joachim
Pukaß, Berlin |
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Ich ging den Weg zu Fuß weiter.
Mit dem Jeep war kein Durchkommen, da er mit Wrackteilen von umgestürzten
Wagen und
verlassenen Panzern übersät war. Die ersten Panzer, die
versucht hatten, durchzukommen, waren offensichtlich abgerutscht
und aus der Spur geraten. In manchen Fällen hatte man sie beiseite
geschoben, und sie waren zwischen den Bäumen den
Abhang herunterstürzt. Von da, wo der Weg beginnt, außerhalb
von Vossenack, bis zum Grund der Schlucht, zählten wir
vier verlassene Schützenpanzer und fünf beschädigte
und aufgegebene Panzer. Darüber hinaus lagen zu beiden Seiten
des
Weges viele, viele Tote, deren Leichen nun aus dem Winterschnee wieder
auftauchten. Diese von Wundbrand gezeichneten,
entstellten und zerfetzten Körper waren starr und wirkten geradezu
grotesk. Manche hatten die Arme zum Himmel erhoben,
als flehten sie um Hilfe. Sie trugen den roten Keystone der 28. Infanteriedivision,
"The Bloody Bucket". Offensichtlich hatten
sie im vergangenen Herbst hier gekämpft, kurz vor den ersten
schweren Schneefällen.
Ich folgte dem Weg etwa zwei Kilometer bis zum Grund der Schlucht.
Dort musste man einen reißenden etwa zwei Meter
breiten Bergbach überqueren. Eine Steinbrücke, die darüber
geführt hatte, war zerstört worden. Nur ein paar Bretter
führten
über die steinernen Bögen, über die die Soldaten nur
einzeln gehen konnten. In der Nähe lagen Dutzende von Tragbahren,
die Körper darauf waren schon lange tot. Offensichtlich hatte
es unweit des Baches ein Lazarett gegeben, das man mitten in
der Schlacht aufgegeben hatte, so dass viele Männer auf ihren
Bahren sterben mussten. Zur Rechten, etwa vierzig Meter
entfernt, begann eine asphaltierte Straße. Davor lagen etwa
sechs amerikanische Panzerabwehrminen. Auf dieser Seite des
Minenfeldes zählte ich drei oder vier amerikanische Soldaten,
die allem Anschein nach die Minen ausgelegt hatten, als sie
getroffen wurden. Hinter den amerikanischen Minen, etwa vier Meter
entfernt, lag das deutsche Minenfeld und dahinter
drei oder vier tote Deutsche - ein dramatisches Beispiel dafür,
wie die Kämpfe in Hürtgen verlaufen sein mussten: heftig,
grausam, Mann gegen Mann.
Auf der anderen Seite der Schlucht kletterte ich wieder hinauf. Man
musste ungeheuer aufpassen, denn der Pfad war nicht
von Minen geräumt worden. Ich vermutete, dass die Wälder
dicht vermint waren und wagte mich nicht mal an den Rand des
Pfades. Je höher wir kamen, umso deutlicher sprachen die Trümmer
von einem erbitterten Kampf. Überall lagen Leichen, ein
oder zwei Panzerabwehrgeschütze, zerstörte Jeeps und weggeworfene
Waffen. Ganz oben mündete der Pfad in eine große
Lichtung. Ein paar Kilometer entfernt konnten wir die kleine Stadt
Kommerscheidt sehen. Bislang waren wir noch nicht von
Deutschen angegriffen worden, aber ich wusste, dass sie sich in Kommerscheidt
und der dahinter liegenden Stadt Schmidt
befanden. Die Sonne würde bald untergehen, und ich hatte es eilig,
zurück auf die andere Seite des Tals zu kommen, bevor
es dunkel wurde. Als sich die Dämmerung über die Schlucht
senkte, hatte ich eine gespenstische Szene vor mir, wie aus den
tiefsten Kreisen von Dantes Inferno. Und wie um den Schrecken noch
zu verstärken, erklang jetzt in einiger Entfernung eine
klagende Stimme aus dem Wald. |
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Hürtgen 44
Fahrt in die Vergangenheit als rollendes Hörspiel |
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Eine epische Reise
zu den dunklen Seiten unserer Geschichte
mit Lesungen, Performances und Multimedia 23./24. Oktober 2004 sowie
30. /31. Oktober 2004 |
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Begleitet von Autor Achim Konejung
(Konejung Stiftung: Kultur) beginnt die Busfahrt als rollendes
Hörspiel
mit einer Zeitreise durch die dunklen Wälder der Nordeifel.
Nicht nur die strategischen Ereignisse des Herbstes 1944 stehen im
Mittelpunkt, sondern auch der Bau des Westwalls,
die Situation der Zwangsarbeiter in der Eifel und die Lebensumstände
der einfachen Soldaten. |
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Original Radioprogramme
der 40er Jahre |
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Zwischen den einzelnen Stationen
wird die Fahrt von Original Radioprogrammen der 40er Jahre begleitet,
mit Ansprachen von Churchill bis Göbbels, Propagandasongs sowie
zeitgenössische Schlager von Marlene Dietrich
bis Zarah Leander. |
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Höhepunkt der Fahrt
ist die Wanderung |
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durch das Kalltal mit Lesungen
der Schauspieler J. Pukaß (Berlin) und M. Buletta
(Hamburg), die Texte von
Hemingway, Kurt Vonnegut, Heinrich Böll u. a. vortragen.
Nach einer Pause an der Mestrenger Mühle endet der Tag mit einem
Aufstieg über den Kalltrail nach Vossenack
und mit dem Besuch des Hürtgenwald-Museums. |
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| Huertgen
´44 wird in deutsch und englisch vorgetragen. |
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Wetterfeste Kleidung
und festes Schuhwerk werden empfohlen.
Dauer: 8 Stunden. |
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| Termin: |
Am Samstag, 23. und Sonntag
24. Oktober 2004,
sowie am Samstag, 30. Und Sonntag 31. Oktober 2004. |
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Abfahrt: 10.00 Uhr Hbf Düren.
Zustieg nach Absprache.
Begrenzte Teilnehmerzahl, nur mit Reservierung. (Telefon:
02424 - 20 23 46)
Projekt der Konejung Stiftung: Kultur in Zusammenarbeit mit
dem
Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. |
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Kleinhau |
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Fenster zur Vergangenheit |
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Fotos aus dem Nachlass
des Autors Adolf Hohenstein (Hölle im Hürtgenwald)
werden auf einem Rundkurs an ihren Original - Aufnahmeorten aufgestellt |
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Die Fotos sind auf 2,60 m x 3,60
m vergrößert und bieten dem Betrachter einen Blick zurück
in die Zeit vor sechzig Jahren,
als die Dörfer und Wälder der Nordeifel durch den Krieg
zur Unkenntlichkeit verwüstet waren. |
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| US-Soldaten
in Hürtgen |
Hürtgen |
Minenfeld
"Wilde Sau" |
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Standorte |
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| 1. |
Vossenack-Museum |
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| 2. |
Vossenack-Kirche |
| 3. |
Vossenack-Germeter,
Hotel Altes Forsthaus |
| 4. |
Soldatenfriedhof-Hürtgen |
| 5. |
Hürtgen-Kirche |
| 6. |
Kleinhau,
Abzweig nach Nideggen |
| 7. |
Großhau-Kirche |
| 8. |
Gey-Ortsmitte |
| 9. |
Bergstein-Parkplatz
Burgberg |
| 10. |
Soldatenfriedhof
Vossenack |
| 11. |
Simonskall,
Weg zur Mestrenger Mühle |
| 12. |
Kalltal,
Panoramastraße, Parkplatz |
| 13. |
Mestrenger
Mühle |
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Ein Projekt der Konejung Stiftung:
Kultur in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Hürtgenwald
e.V. |
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Gemeinschaftsprojekt
des Geschichtsvereins Hürtgenwald e. V
und der Konejung Stiftung: Kultur
mit Unterstützung der Gemeinde Hürtgenwald
und des Kreises Düren |
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| Schirmherren: |
John
A. Brogan, ehemaliger US
- Generalkonsul
und Veteran des II. Weltkrieges
Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren
Finanziell unterstützt durch die:
Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren |
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Grußwort
des Kreises Düren, der Gemeinde Hürtgenwald
und der Schirmherren Generalkonsul AD John Brogan
und Landart Wolfgang Spelthahn
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Zum 60. Mal jährt sich in 2004 ein trauriges Kapitel der
deutschen Vergangenheit, das auch unsere Region auf fürchterliche
Weise heimgesucht hat - die erbitterten Kämpfe im Hürtgenwald.
Zur Erinnerung an diese Zeit ist ein vielfältiges Programm
erstellt worden.
Niemand kann die schlimmen Ereignisse ungeschehen machen. Um
so wichtiger ist es aber, den Wert des Friedens bei allen sich
bietenden Gelegenheiten zu unterstreichen. Wir heißen
alle Gäste aus nah und fern im Kreis Düren herzlich
willkommen.
Zum Auftakt der Vergangenheitsreihe führt der diesjährige
21. Internationale Hürtgenwaldmarsch seine
Teilnehmer aus verschiedenen Nationen durch den Hürtgenwald.
Einbezogen in das Veranstaltungsprogramm ist ebenso das
in Vossenack gelegene Museum, das seine Besucher über
die schlimmen Kampfhandlungen umfassend und anschaulich informiert. |
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Ergänzt
wurden rund um das Thema Hürtgenwald - Von Krieg
zu Frieden weitere herausragende und historisch höchst
interessante Projekte, wie beispielsweise moderierte
Geschichts-Fahrten durch die Region oder die Fenster
zur Vergangenheit, die im gesamten Kreisgebiet offen stehen.
Allen Veranstaltungen wünschen wir den erhofften Erfolg
und bedanken uns bei all´ denjenigen, die die Durchführung
durch ihre aktive Mitarbeit oder durch anderweitige Unterstützung
ermöglichen.
Düren, im April 2004 |
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Wolfgang Spelthahn
Landrat des Kreises Düren |
Käthe Rolfink
Vorsitzende des Kreiskulturausschusses |
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John A. Brogan
Ehem. US-Generalkonsul |
Axel Buch
Bürgermeister Hürtgenwald |
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↑
Zum Seitenanfang |
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Programm
der Gedenkwochen |
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von
Oktober bis Dezember 2004 |
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Sa - 09. Oktober 2004 |
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21.
Internationaler Hürtgenwaldmarsch |
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veranstaltet
durch den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. Köln/Aachen,
die Reservistenkameradschaft Hürtgenwald sowie durch das Verteidigungsbezirkskommando
31 Köln. |
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Mo
- 11. bis Fr - 15. Oktober 2004 |
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Schulprojektwoche |
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veranstaltet
von Geschichtsverein und Konejung Stiftung: Kultur |
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Sa
- 23. und So - 24. Oktober 2004 |
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Busfahrt:
Hürtgen 44 - Fahrt in die Vergangenheit |
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Veranstalter:
Konejung Stiftung: Kultur.
Dauer: 8 Stunden.
Treffpunkt: Hbf Düren um 10.00 Uhr.
Kosten: 22 Euro Reservierung
(siehe
Projekte 2004) |
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Sa
- 30. Oktober 2004 |
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Der
Sanitätsbunker in Simonskall |
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Der einzige
erhaltene Sanitätsbunker im Bereich des nördlichen Westwalls.
Führung zu Kampfbunkern
im Bereich Simonskall durch den Geschichtsverein.
Führung: Richard Lüssem, Manfred Klinkenberg
Treffpunkt: Bunker Simonskall ab 11.00 Uhr, Kosten: 2,- Euro |
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Sa
- 30. und So - 31. Oktober 200 |
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Busfahrt:
Hürtgen 44 - Fahrt in die Vergangenheit |
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Veranstalter:
Konejung Stiftung: Kultur.
Dauer: 8 Stunden.
Treffpunkt: Hbf Düren um 10.00 Uhr.
Kosten: 22,- Euro Reservierung
(siehe
Projekte 2004) |
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Mo
- 01. November 2004 |
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Vortrag:
V1- Einsatz in der Nordeifel |
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Referent:
Detlev Paul
Treffpunkt: Aula der Hauptschule Kleinhau,
19.30 Uhr. Kosten: 3,- Euro |
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Di
- 02. November 2004 |
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Vor
60 Jahren: Beginn der Allerseelenschlacht |
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Weg
des 112. (US) InfReg der 28. (US) InfDiv von den Bereitstellungsräumen
im Wehebachtal durch Vossenack,
über den Kall-Trail und die Kallbrücke bis nach Kommerscheidt.
Weglänge: 9 km. Rückfahrt mit Pendelbus.
Führung: B. Henkelmann
Treffpunkt: Parkplatz Hotel Altes Forsthaus,
14.00 Uhr. Kosten: 2,- Euro |
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Mi
- 03. November 2004 |
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Spurensuche:
Der Westwall |
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Strategische
Planung und Bau, Wirkung bei den Kämpfen, Zerstörung und
Erhaltung. Was blieb nach 60 Jahren?
Dia-Vortrag von Hans-Josef Hansen und Daniel Lois
Treffpunkt: Aula der Hauptschule Kleinhau,
Beginn: 19.30 Uhr. Kosten: 3,- Euro |
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Do
- 04. November 2004 |
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Weg
des 112. (US) InfReg der 28. (US) |
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InfDiv
von den Bereitstellungsräumen im Wehebachtal durch Vossenack,
über den Kall-Trail und die Kallbrücke
bis nach Kommerscheidt. Weglänge: 9 km.
Führung: B. Henkelmann
Rückfahrt mit Pendelbus.
Treffpunkt: Parkplatz Hotel Altes Forsthaus,
Beginn: 14.00 Uhr. Kosten: 2,- Euro |
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Fr
- 05. November 2004 |
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Die
Amerikaner im Hürtgenwald |
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Lichtbildervortrag
nach Hohenstein von
Dieter Heckmann, Geschichtsverein
Treffpunkt: Aula der Hauptschule Kleinhau:
Beginn: 19.30 Uhr. Kosten: 3,- Euro |
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Sa
- 06. November 2004 |
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Ausstellung
von historischen Geräten u. a. des Remember-Museums, Clermont
(belg.) am Museum |
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Führung:
M. Smet, B. Henkelmann, R. Lüssem
Beginn: ab 11.00 Uhr |
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Podiumsgespräch
der Konejung Stiftung, Burg Nideggen |
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"Deutschland - USA, A Time for healing?"
Podiumsdiskussion auf Burg Nideggen zum aktuellen Stand der deutsch-amerikanischen
Beziehungen und dem Umgang
mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Mit deutschen und amerikanischen
Teilnehmern. U.a. John Brogan, ehemaliger
US Generalkonsul und Schirmherr der Veranstaltung Hürtgenwald
von Krieg zu Frieden, einem Vertrerter der Amerikanischen
Botschaft in Berlin u.a.
Beginn: 20.00 Uhr. Eintritt frei
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So
- 07. November 2004 |
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A
time for Healing - Zentrale Gendenkveranstaltung und Einweihung
der Skulptur an der Kallbrücke. |
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In
der Schlacht um das Kalltal erwirkte am 07.11.1944 der deutsche Stabsarzt
Dr. Stüttgen einen inoffiziellen Waffenstillstand
mit den Amerikaner an der Kallbrücke, um Verwundete zu bergen
und Verbandsmaterial auszutauschen. Dieser ungewöhnliche
und menschliche Akt mitten in der Hölle des Krieges ist Mittelpunkt
der zentralen Gedenkfeier. Nach einer ökumenischen Feier
und einem kurzem Konzert folgt die Einweihung einer Skulptur. an der
Kallbrücke.
Ort: Mestrenger Mühle, Zeit 15.00 |
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So
- 14. November 2004 |
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Gedenkfeier
anlässlich des Volkstrauertages auf dem Soldatenfriedhof Hürtgen |
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veranstaltet
vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge
Beginn: 11.00 Uhr |
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↑ Zum Seitenanfang |
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| Gedenkskulptur
"A Time for Healing" |
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Infotafel
und Gedenkskulptur im Kalltal, Gemeinde Hürtgenwald- Simonskall: |
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Am
7. November 2004 wurde unter großer Anteilnahme die Gedenkskulptur
"A Time for Healing" des Bildhauers Michael Pohlmann auf der Kallbrücke
nahe der Mestrenger Mühle eingeweiht. Sie erinnert an den inoffiziellen
Waffenstillstand, den der deutsche Stabsarzt Dr. Günther Stüttgen
im November 1944 mit den Amerikanern aushandelte. Im September 2005 konnte
nun endlich und nach einigen behördlichen Auflagen die Infotafel des
Eupener Künstlers Tillmann Schmitten, auf der die Hintergründe
zu diesem Ereignis erläutert werden, aufgestellt werden.
Sie finden auf dieser Webseite den deutschen und englischen Text zur
Infotafel sowie Presse- Artikel.
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Wenn Sie das Kalltal, den Pfad des Gedenkens und die Skulptur "A
Time for Healing" besuchen wollen, hier eine kurze Wegbeschreibung:
Von Osten bzw. Köln kommend fahren Sie nach Nideggen, dort fahren
Sie rechts in das Rurtal (Richtig, die Rur ohne "h", oder auch
"Roer" geschrieben) Richtung Schmidt. Im Dorf Schmidt fahren
Sie rechts (ausgeschildert) Richtung Vossenack. Sie kommen nun in das
Kalltal. Kurz vor Ende des Tals biegen Sie links in den Schotterweg (offizielle
Strasse) zur Mestrenger Mühle (auch ausgeschildert). Dort befindet
sich linkerhand die Brücke.
Von Norden oder Westen kommend fahren Sie durch Vossenack nach Schmidt.
Sie kommen in das Kalltal und biegen rechts ab Richtung Mestrenger Mühle.
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Infotafel
im Kalltal mit (v.l.n.r) Bildhauer Michael Pohlmann und Achim Konejung |
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A
Time for Healing - Die Gedenkskulptur auf der Kallbrücke |
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Die
Schlacht im Hürtgenwald |
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Hier
in der Nordeifel tobte die längste Schlacht, die im Zweiten Weltkrieg
auf deutschem Boden stattgefunden hat. Obwohl die Amerikaner nach dem Ausbruch
aus der Normandie bereits am 11. September 1944 den Westwall bei Aachen
erreicht hatten, gelang es Ihnen erst Ende Februar 1945, die Rur Richtung
Rhein zu überschreiten.
Division um Division wurde in den "Hurtgen Forest", wie die
Amerikaner den Staatsforst zwischen Stolberg und Monschau bald nannten,
geschickt. Die Verluste waren hoch 1)
und die Geländegewinne entsprachen eher dem Stellungskrieg des Ersten
Weltkriegs als dem schnellen Vormarsch der vorangegangen Wochen.
Für den Hürtgenwald und seine Gemeinden bedeuteten die schweren
Kämpfe die völlige Zerstörung. Es dauerte Jahrzehnte, bis
ein Großteil der Minen und die sterblichen Überreste der Opfer
beider Seiten geborgen werden konnten. Noch heute finden sich in den Wäldern
Spuren der Kämpfe, gesprengte Bunker, zugewachsene Grabensysteme
und gefährliche Blindgängermunition.
In einem Europa, das langsam die Erinnerung an seine blutige Geschichte
verliert und gleichzeitig in neue Krisen gerät, ist das Wachhalten
der Vergangenheit eine der vordringlichsten Aufgaben. Neben den Schlachtfeldern
in der Normandie, in den Ardennen, den Kampfstätten des Ersten Weltkrieges
in den Argonnen, an der Somme und in Flandern, ist auch der Hürtgenwald
eine wichtige Gedenkstätte zur Mahnung an den Frieden und gegen Gewalt
als Mittel zur Konfliktlösung.
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1) Die Kämpfe am Westwall haben allein bis zum 15. Dezember 1944 über
einer viertel Million Soldaten beider Seiten Tod, Verwundung oder Gefangenschaft
gebracht.
Quelle: Office of the Chief of Military History, US Army, "The Siegfried
Line Campaign": 1. and 9. US Army 57.039 battle casualties (tot,
verwundet, gefangen, vermisst), 71.654 non battle casualties.(Unfälle,
Krankheiten wie Lungenentzündung, Grabenfuß, Erfrierungen und
Traumata); Wehrmacht wahrscheinlich 12.000 Tote, 95.000 Gefangene (dokumentiert)
und eine unbekannte Zahl an Verwundeten.
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Der
Waffenstillstand an der Kallbrücke |
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Über
diesen Weg, dem so genannten "Kalltrail", stießen Anfang
November '44 Teile der 28. US Infanteriedivision vor, um den Ort Schmidt
einzunehmen. Die so genannte "Allerseelenschlacht" endete nach
wenigen Tagen für die Amerikaner in einem Desaster.
Als sich die Überlebenden aus Kommerscheidt kommend über diese
Brücke nach Vossenack zurückziehen wollten, waren bereits große
Teile des Kalltals von den Deutschen abgeschnitten. Vom 7. bis 12. November
gelang es dem deutschen Stabsarzt Dr. Stüttgen hier an der Kallbrücke
mit den Amerikanern einen inoffiziellen Waffenstillstand auszuhandeln,
um die Verwundeten beider Seiten zu versorgen. So konnte vielen GIs durch
deutsche Sanitäter das Leben gerettet werden. Für diesen Akt
der Humanität wurde Dr. Stüttgen nach dem Krieg vom Gouverneur
des Staates Pennsylvania geehrt. Das Ereignis an der Kallbrücke ist
im Museum der Nationalgarde auf einem Gemälde mit dem Titel "A
Time for Healing" festgehalten.
Auf dem oberen Teil des "Kalltrails" finden sich die Reste
des amerikanischen Verbandsplatzes, der auf dem Gemälde abgebildet
ist. Eine Replik des Bildes befindet sich im Friedensmuseum in Vossenack.
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Die
Gedenkskulptur "A Time for Healing" |
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Die
Skulptur des Bildhauers Michael Pohlmann soll an diesen Moment der Menschlichkeit
inmitten des Grauens erinnern und wurde am 60. Jahrestag, dem 7. November
2004, offiziell eingeweiht.
"Ich wollte kein Heldendenkmal schaffen, keine theatralische Darstellung,
kein Pathos, sondern bescheidener auftreten mit einer schlichten Form
in Stein gehauen, den Ort des Geschehens würdigen. Ein Ort an dem
alles vielleicht einmal rational begonnen hat, dann aber mehr und mehr
irrational wurde und völlig aus den Fugen geriet, bis hier... die
Vernunft? oder war es doch die Emotion? eine Begegnung der Humanität
möglich werden ließ."
Die Infotafel wurde gestaltet vom Bildhauer Tilman Schmitten, Eupen.
Gedenkskulptur und Infotafel wurden gestiftet von der
Konejung Stiftung: Kultur
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Museum
und Gedenkstätten im Hürtgenwald: |
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Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" Vossenack,
Pfarrer-Dickmann-Straße 21 - 23, Vossenack (ausgeschildert), geöffnet
Sonntags von 11 bis 17 Uhr und auf Anfrage (Tel./Fax: 02429 - 90 26 13).
Ehrenfriedhof Vossenack
Von der B 399 Vossenack Richtung Lammersdorf nach Simonskall links abbiegen
(ausgeschildert).
Ehrenfriedhof Hürtgen
An der B 399 von Vossenack Richtung Düren vor Hürtgen auf der
linken Seite.
Fahrt in die Vergangenheit - Hürtgenwald und der lange Krieg
im Westen
Das rollende Hörspiel mit Lesungen, Tondokumenten und Führungen.
Veranstaltet von der Konejung Stiftung: Kultur. Mehr Infos und Termine
unter www.konejung-stiftung.de.
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A
Time for Healing - The Memorial Sculpture on Kall Bridge |
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The
Battle of Huertgen Forest |
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Here
in the Northern Eifel region, the longest battle raged that had ever taken
place on German ground during World War II. Although the Americans, after
the breakout from Normandy, had already reached the Westwall (the so called
"Siegfried Line") near Aachen on September 11, 1944, they did
not succeed in crossing the Roer River heading for the Rhine before the
end of February 1945.
Division after Division was sent into the "Huertgen Forest",
as the Americans soon called the state forest between Stolberg and Monschau.
Casualties were high 1) and
territorial gains were small--more like the static warfare of Word War
I than the quick advances achieved during the weeks before.
For the Huertgen Forest and its communities, the heavy battles meant
their total destruction. For decades after the war, mines continued to
be salvaged from the woodlands. Equally, remains of victims from both
sides were still being recovered long after the war. Even today you will
find vestiges of combat in the forests, blasted bunkers, overgrown grave
systems, and dangerous dud ammunition.
In a Europe that slowly loses the remembrance of its bloody history while
getting involved in new crises, keeping awake the past is a task of particular
importance. In addition to the battlefields in Normandy and in the Ardennes,
the combat sites of World War I in the Argonnes, at the Somme, and in
Flanders, the Huertgen Forest serves as a powerful reminder for peace,
an appeal against war as a politicial means.
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1)
Military actions at the Westwall up to December 15, 1944 alone brought death,
injury, or captivity to over more than a quarter million soldiers from both
sides.
Source: Office of the Chief of Military History, US Army, "The Siegfried
Line Campaign": 1st and 9th US Army--57,039 battle casualties (dead,
wounded, captured, missing in action); 71,654 non-battle casualties, i.e.
accidents, diseases such as pneumonia, trench foot, frostbite, and traumata.
German Armed Forces presumably 12,000 dead, 95.000 captured (documented),
and an unknown number of wounded.
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The
Ceasefire at Kall Bridge |
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Across
this way, the so-called "Kall Trail", troops of the 28th US Infantry
Division pushed forward at the beginning of November 1944 to capture the
village of Schmidt. After a few days, the so-called "Allerseelenschlacht"
resulted in a disaster for the Americans.
As surviving American troops tried to retreat across this bridge to Vossenack,
great parts of the Kall Valley were already cut off by the Germans. From
November 7 to 12, the German regimental doctor, captain Dr. Guenther Stuettgen,
managed to negotiate an unofficial ceasefire with the Americans here at
the Kall Bridge in order to attend to the wounded of both sides. In this
way, the lives of many G.I.s could be saved by German paramedics. After
the war, Dr. Stuettgen was honored by the Governor of the State of Pennsylvania
for this act of humanity. This incident at the Kall Bridge is documented
in the Museum of the National Guard on a painting entitled "A Time
for Healing".
On the "Kall Trail's" upper part, there are still remains of
the American casualty station depicted on the painting. A replica of that
painting is placed at peace museum in Vossenack.
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The
Memorial Sculpture "A Time for Healing" |
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This
sculpture created by Michael Pohlmann recalls that moment of humanity amidst
the horrors of war. It was officially dedicated on the 60th anniversary
of the ceasefire on the Kall Bridge, November 7, 2004.
"I didn't want to create a monument to heroes, no theatrical representation,
no pathos, but wanted to appear more unassumingly with a frugal shape,
hewn in stone, dignifying the actual place of the incident. A place perhaps,
at which once everything may have started rationally, then however, became
more and more irrational and totally out of control until a return to
sanity--or was it still emotion?--made a humanitarian encounter come true."
The plaque was created by the sculptor Tilman Schmitten, Eupen.
Memorial sculpture and plaque were endowed by the
Konejung Foundation: Culture
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Museum
and memorials in the Huertgen Forest: |
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Museum
"Hürtgenwald 1944 and at peacetime".
Pfarrer-Dickmann-Strasse 21-23, Vossenack (signposted), open Sundays from
11.00 a.m. to 5.00 p.m. and upon request (Phone /Fax: +49 (0) 2429 - 90
26 13).
German Military Cemetery Vossenack
From B 399 Vossenack direction to Lammersdorf turn left after Simonskall
(signposted).
German Military Cemetery Huertgen
At the B 399 from Vossenack direction to Dueren before Huertgen to the
left.
Journey into the Past: "Huertgen Forest and the Long War in the
West"
A guided tour leading visitors to the precise battlefield locations from
the Kall Valley Campaign. Includes audio presentations with readings from
historical and audio documents. Organized by the Konejung Foundation:
Culture. For more info and dates please refer to www.konejung-stiftung.de.
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Zum Seitenanfang |
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Presse |
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Aachener
Nachrichten online - Dürener Nachrichten
23.09.2005 15:50
Informative Gedenktafel im Kalltal
Simonskall. Krieg und Frieden: Um eine Gedenktafel aufzustellen, wo sich
vor über sechs Jahrzehnten deutsche und amerikanische Truppen in
einem blutigen Stellungskrieg mehrere Monate auf Leben und Tod bekämpft
und dabei verbrannte Erde hinterlassen haben, bedarf es heute einer behördlichen
Genehmigung - klar.
Und die kommt nicht von heut´ auf morgen, weil das Kalltal mittlerweile
unter Naturschutz steht und überhaupt alles seine Ordnung haben muss.
So übten sich Achim Konejung und Michael Pohlmann in Geduld.
Am Donnerstag war es so weit. Rund neun Monate nachdem sie das Antragsverfahren
in die Wege geleitet hatten, konnten sie die Gedenktafel an der Kallbrücke
unweit der Mestrenger Mühle einweihen. Sie liefert dem Wanderer nun
die Hintergründe der Steinskulptur "A Time for Healing",
die seit dem 7. November 2004 auf der Brückenbrüstung steht.
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Dürener
Zeitung vom 23.9.2005
Menschlichkeit in der Hölle
Seit gestern erläutert eine Tafel die Skulptur "Time for a Healing"
im Kalltal. Deutscher erwirkte 1944 Feuerpause, um alle Verwundeten zu
verarzten.
Simonskall. Krieg und Frieden: Um eine Gedenktafel aufzustellen, wo sich
vor über sechs Jahrzehnten deutsche und amerikanische Truppen in
einem blutigen Stellungskrieg mehrere Monate auf Leben und Tod bekämpft
und dabei verbrannte Erde hinterlassen haben, bedarf es heute einer behördlichen
Genehmigung - klar. Und die kommt nicht von heut` auf morgen, da das Kalltal
mittlerweile unter Naturschutz steht und überhaupt alles seine Ordnung
haben muss. So üben sich Achim Konejung und Michael Pohlmann in Geduld.
Am gestrigen Donnerstag war es so weit. Rund neun Monate nachdem sie das
Antragsverfahren in die Wege geleitet hatten, konnten sie die Gedenktafel
an der Kallbrücke unweit der Mestrenger Mühle einweihen. Sie
liefert dem Wanderer nun die Hintergründe der Steinskulptur "A
Time for Healing", die seit dem 7. November 2004 auf der Brückenbrüstung
steht.
Der Vettweißer Bildhauer Michael Pohlmann hat sie im Auftrag der
Konejung-Stiftung geschaffen, um auf einen Akt der Menschlichkeit inmitten
der barbarischen Schlacht zu erinnern: Der deutsche Stabsarzt Dr. Stüttgen
hatte sich im November 1944 mit den von ihrer Versorgungslinie abgeschnittenen
Amerikanern auf eine mehrtätige inoffizielle Gefechtspause verständigt,
um die Verwundeten beider Seiten behandeln zu können. Für diesen
Akt der Humanität war der Mediziner nach dem Krieg vom Gouverneur
des Staates Pennsylvania geehrt worden, da er so vielen Gis das Leben
rettete. Das Ereignis auf der Kallbrücke ist im Museum der Nationalgarde
im Gemälde mit dem Titel "A Time for Healing" - Zeit zur
Heilung - festgehalten, eine Kopie des Bildes ist im Friedensmuseum in
Vossenack zu sehen.
"Wir können die Vergangenheit nicht einfach ruhen lassen, denn
sie ist uns eine wichtige Mahnung. Es gibt noch viel aufzuarbeiten",
sagte der Wahl-Vettweißer Kabarettist Achim Konejung mit Verweis
auf die jetzt zufällig entdeckten Gebeine jüdischer Zwangsarbeiter
bei Stuttgart.
Über die Zahl der Opfer der so genannten Allerseelenschlacht im Hürtgenwald
wird viel spekuliert. Daran beteiligt sich Konejung nicht. Die Informationstafel
verweist auf US-Quellen, wonach es bei den Kampfhandlungen entlang des
Westwalls eine Viertelmillion Tote, Verwundete und Gefangene auf beiden
Seiten zusammen geben haben soll. Konejung angesichts des damaligen Grauens
im gestern so idyllischen Kalltal: "Es ist müßig, sich
über exakte Zahlen den Kopf zu zerbrechen."
Bildhauer Pohlmann hat dem historischen Moment mit künstlerischen
Mitteln Ausdruck verliehen. Das Raue, der kahle Wald und mittendrin der
Akt der Menschlichkeit. Bislang wies nur der Titel auf die Bedeutung seines
Werks hin. Seit gestern liefert die Tafel, die im Stil "Fenster der
Vergangenheit" gehalten ist, den Hintergrund. Für Robert Hellwig,
Vorstandsmitglied des Hürtgenwalder Geschichtsvereins, ist das Geschehen
auf der Kallbrücke beispielhaft: "Dr. Stüttgen war es nicht
allein, der im Krieg Menschlichkeit bewahrt hat. Aber hier erinnern wir
an eine konkrete Tat".
Der Hinweisständer, vom Eupener Bildhauer Tilmann Schmitten geschaffen,
ist selbst eine Skulptur. Löcher im Stahlprofil könnten Einschusslöcher
sein, kammartige Zinken weisen in den Himmel. Selbstverständlich
sei man den Vorgaben der Behörden gerecht geworden. "Die Konstruktion
ist aus Stahl - wie gefordert ein verrottbares Material", so Konejung
augenzwinkernd. (jok)
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